Spielszene Arminia Bielefeld - 1. FC Nürnberg
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1. FC Nürnberg verschenkt Sieg auf der Bielefelder Alm

1. FC Nürnberg verschenkt Sieg auf der Bielefelder Alm

Der 1. FC Nürnberg hat einen Dreier beim Gastspiel bei Arminia Bielefeld verspielt. Nachdem Auflösungserscheinungen in der Hintermannschaft Bielefeld wieder ins Spiel gebracht hatten, vergab Rafael Lubach kurz vor Schluss freistehend.

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Der 1. FC Nürnberg muss sich beim Gastspiel in Bielefeld mit einem 1:1 (0:1) begnügen. Das Team von Miroslav Klose, das durch ein frühes Tor von Mohamed Alì Zoma (8.) in Führung gegangen war, war über weite Strecken die gefährliche Mannschaft war, kassierte in der Schlussphase ein Freistoßtor durch Tim Handwerker (81.).

Bielefeld mit Abstiegssorgen - die Alm als Hexenkessel

Die Bielefelder Alm kochte zu Spielbeginn. Die Fans wollten die akut abstiegsbedrohte Arminia von Beginn an nach vorne peitschen - und ihre Mannschaft startete furios. Die Gäste aus Mittelfranken wurden in der Anfangsphase hinten reingedrückt, Bielefeld erarbeitete sich erste Chancen und bereitete dem Team von Miroslav Klose Kopfzerbrechen.

Zoma trifft und muss verletzt raus

Es war ein Befreiungsschlag, der den FCN nach 8 Minuten auf die Siegerstraße brachte. Adam Markhiev, eng bedrängt im eigenen Sechzehner, feuerte den Ball in Richtung Nürnberger Sturmzentrum. Dort verweigerten Adriano Grimaldi und die Bielefelder Innenverteidiger das Kopfballduell, zu Gunsten vom lauernden Zoma. Mit mächtig Tempo rauschte der 22-Jährige an, nahm den Ball mit, sprintete alleine auf das Tor von Jonas Kersken zu - und verwandelte cool zum 1:0 (8.).

Während Zoma das Tor teuer bezahlen musste – er wurde wenig später verletzt ausgewechselt, da er sich offenbar eine Zerrung beim Sprint zugezogen hatte –, gab die Führung dem Team von Miroslav Klose Sicherheit. Fast noch wichtiger aus Nürnberger Sicht: Das Feuer auf den Rängen der Bielefelder Alm war schlagartig erloschen.

Bielefeld kommt stark aus der Halbzeit-Pause

In der Folge blieb der FCN spielbestimmend. Die Gäste ließen Bielefeld nicht gefährlich vor das eigene Tor kommen und hatten selbst in der 39. Minute die Chance auf das 2:0. Finn Becker kam nach einer guten Vorarbeit von Grimaldi aus gut 13 Metern zum Schuss, der Ball ging nur knapp über die Querlatte (39.).

In der Pause musste Klose auch die zweite Sturmspitze verletzungsbedingt ersetzen. Für Grimaldo kam Piet Scobel. Bei den Hausherren kamen Roberts Uldrikis und Marius Wörl. Die Wechsel fruchteten. Bielefeld stürmte fortan furios auf das Nürnberger Tor, erarbeitete sich Chance um Chance. Jan Reichert hatte alle Mühe, den Kasten sauber zu halten, parierte unter anderem gegen Mael Corboz stark (58.)

Auflösungserscheinungen in der Nürnberger Mauer

Erst in der Schlussphase kam der FCN wieder besser ins Spiel und sorgte durch Rafael Lubach (67.) und Tom Baack (75.) für gefährliche Entlastungsangriffe. Es war ausgerechnet in dieser starken Phase der Mittelfranken, als Bielefeld zuschlug.

Durch Yılmaz' Foul an Momuluh bekam die Arminia direkt an der halbrechten Strafraumkante einen Freistoß zugesprochen. Jannik Rochelt spielte den Ball kurz auf Handwerker und die Nürnberger Mauer löste sich fast vollständig auf. So hatte Handwerker leichtes Spiel, drosch die Kugel halbhoch auf die lückenhafte Mauer des FCN. Der abgefälschte Ball schlug unhaltbar in Reicherts Tor ein. Während Handwerker seinen Jubel in Richtung Bielefelder Publikum schrie, war der Nürnberger Keeper außer sich, schlug sich auf die Oberschenkel und stauchte seine Vordermannschaft zusammen.

In der Nachspielzeit hatte Lubach den Siegtreffer auf dem Fuß. Am Ende eines schön vorgetragenen Angriffs kam der Nürnberger nach Flanke von Henri Koudossou am Fünfmeter-Raum komplett frei zum Schuss. Doch der Ball rutschte Lubach über den Schlappen, prallte gegen sein Schienbein und trudelte von dort ins Aus.

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