Den größten Knall aus Sicht des 1. FC Schweinfurt gab es bereits vor dem Anstoß der Partie gegen den FC Hansa Rostock: Jermaine Jones verkündete am Mikrofon von "Magenta Sport", dass er kommende Saison nicht bei den Unterfranken an der Seitenlinie stehen werde. Der ehemalige Schalke-Star hatte die Schnüdel Mitte Februar übernommen, als der Abstieg in die Regionalliga schon so gut wie sicher war.
Bis zuletzt gab es in Schweinfurt die Hoffnung, dass Jones seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern würde. "Wenn alles passt, ja - wenn nicht, dann nicht. Ich will ein Konzept sehen, wie man wieder aufsteigen könnte", hatte Jones zuletzt über eine mögliche weitere Zusammenarbeit gesagt.
Aufstiegsaspirant in Schweinfurt - Rostock tut sich schwer
Mit einer solchen Nachricht im Rücken begann der Tabellenletzte die Partie gegen den Aufstiegsaspiranten aus Rostock, der als Tabellenvierter nach Schweinfurt gereist war, tat sich von Beginn an schwer. Schweinfurt war gegen den Favoriten von Beginn an die bessere Mannschaft, hatte mehr Spielanteile und kam immer wieder gefährlich vor das Tor.
Sebastian Müller war einer der aktiven Posten, trieb den Ball immer wieder nach vorne und brachte ihn gefährlich vor das Tor. Müller (16.), Nico Grimbs (20.) und Leonard Langhans (44.) hatten die besten Chancen im Spiel, doch scheiterten allesamt knapp. Mit mehr Ballbesitz und einem deutlichen Chancenplus ging es für das Team von Jones in die Halbzeitpause.
Rostock kommt stark aus der Pause - Schweinfurt hält dagegen
Nach Pause kam Rostock deutlich stärker aus der Kabine. Die Gäste hatten sich sichtlich etwas vorgenommen, wollte ihre Aufstiegsträume an Schweinfurt zerplatzen sehen. Hansa kam immer häufiger gefährlich in Richtung Schweinfurter Tor, ohne dabei jedoch zwingend zu werden.
Schweinfurt ergab sich dem zunehmenden Druck aber nicht, hielt dagegen und sorgte selbst immer wieder für Entlastungsangriffe. Mit zunehmender Spielzeit wurden diese aber weniger und die Schnüdel mussten sich bei dem groß aufspielenden Keeper Toni Stahl bedanken, der mehrere hochkarätige Chancen der Gäste vereitelte. Die beste hatte Andreas Voglsammer, der aus fünf Metern am hochschnellenden Arm des Tothüters scheiterte. Kurze Zeit später scheiterte Hummel am Innenpfosten, Stahl rettete anschließend vor dem heranstürmenden Holten.
Rot für Celebi - Schweinfurt in der Schlussphase zu zehnt
In der Schlussphase musste Schweinfurt dann mit zehn Mann auskommen. Ekin Çelebi ging mit hohem Tempo und offener Sohle in einen Zweikampf und traf seinen Gegenspieler mit der Grätsche beinahe auf Knöchelhöhe. Die Rote Karte war eine vertretbare Entscheidung, die den Job der Schweinfurter allerdings nicht leichter machte.
Doch Rostock konnte aus der Überzahl keinen Profit schlagen. Sechs Minuten Nachspielzeit hatte Hansa Zeit, im Aufstiegsrennen einen wichtigen Dreier zu holen. Doch egal ob mit einem guten Reflex gegen Kunze (90.), oder beim Abfangen eines langen Balles auf den heranstürmenden Holten - Stahl sicherte sich den Punkt gegen Rostock, denen wichtige Punkte verloren gingen.
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