Sandro Wagner hatte den Fans vor seiner ersten Bundesliga-Partie als Augsburg-Trainer eine Mannschaft versprochen, "die alles reinwirft". Am Ende darf der neue Coach zufrieden sein. Am Samstag lief fast alles nach Plan: Der FC Augsburg knackte den SC Freiburg auswärts mit einem souveränen 3:1 (3:0)-Sieg und hat sich die ersten drei Punkte geholt. Für die Tore sorgten Dimitrios Giannoulis (32.), Chrislain Matsima (42.) und Marius Wolf (45.+2). Der eine Gegentreffer resultierte aus einem Handelfmeter, den Freiburgs Vincenzo Grifo verwandelte (58.).
Dabei schien erst der Sport-Club besser ins Spiel zu finden. Ein Treffer in der 18. Minute wurde nach dem VAR-Check jedoch wegen Abseits zurückgenommen. Die Augsburger kamen dann ab Minute 30 in Fahrt. Das erste Tor durch Giannoulis war noch ein Glückstreffer - sein Ball kullerte unattraktiv in den Kasten - 1:0.
Matsima und Wolf mit Traumtreffern
Für zwei Treffer der feineren Sorte sorgten dann aber Matsima und Wolf innerhalb von nur wenigen Minuten: Mert Kömür brachte einen Eckball perfekt an den Fünfmeterraum, wo Matsima höher stieg als Freiburgs Lucas Höler und den Ball zum 2:0 ins Netz wuchtete. Wolf schnappte sich wenig später die Kugel, blieb vor dem Kasten cool und erhöhte auf 3:0. Letztmals schoss der FCA im März 2024 drei Tore und mehr in der ersten Halbzeit - damals stand es gegen Darmstadt zur Pause sogar 5:0.
Handspiel von Gouweleeuw hatte Elfmeter zur Folge
Die Freiburger konnten erst in der 58. Minute wieder ein Wörtchen mitreden. Vincenzo Grifo versenkte einen Elfmeter, den Schiedsrichter Felix Zwayer gab, nachdem er bei Jeffrey Gouweleeuw Handpsiel gesehen hatte. Die Szene wurde auch vom VAR geprüft.
Doch der FCA schien den Dämpfer sofort wieder abzuschütteln: Die Schwaben blieben angriffslustig und mutig. In der 84. Minute wurde das fast mit dem vierten Treffer belohnt. Gouweleeuw zwang da Freiburgs Keeper Noah Atubolu mit einem Volley-Schuss zu einer Glanzparade.
Nervös schien Wagner erst während der langen elfminütigen Nachspielzeit zu werden. Die Freiburger schienen da immer wieder drauf und dran zu treffen. Als Elvis Rexhbecaj dann für ein Foul an Kübler die Gelbe Karte sah, da beschwerte sich Wanger lautstark und sah dafür selbst Gelb. Ansonsten dürfte der Neu-Trainer aber durchaus zufrieden sein.
Wagners Verpflichtung sorgte für viel Aufmerksamkeit
Wagner hatte in den vergangenen Wochen zwar stets betont, er sei vor seinem Bundesliga-Debüt als Trainer nicht nervös gewesen. Doch seine Verpflichtung hatte zuletzt viel Aufmerksamkeit mit sich gebracht. Viele sehen in der Verpflichtung Wagners den Versuch der Schwaben, ihr Image aufzupolieren. Wagner wurde als Nachfolger des Dänen Jess Thorup engagiert.
Als Stürmer absolvierte der heute 37-Jährige 180 Bundesliga-Einsätze (44 Tore) - unter anderem spielte er für den FC Bayern München. Nach seiner aktiven Karriere war der gebürtige Münchner bei der SpVgg Unterhaching in der Regionalliga sowie als Assistent von Bundestrainer Julian Nagelsmann tätig.
Im Video: Der FCA startet erfolgreich in die Saison
FC Augsburg jubelt in Freiburg
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