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Eberl reagiert auf verordneten Einkaufsstopp mit Galgenhumor

Eberl reagiert auf verordneten Einkaufsstopp mit Galgenhumor

Die Kritik am "dünnen" Kader des FC Bayern München wird lauter. Ehrenpräsident Uli Hoeneß ordnet indessen einen Einkaufsstopp an. Da bleibt Sportvorstand Max Eberl nichts anderes übrig, als es mit Kreativität zu versuchen.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Am Mittwoch mischte sich Uli Hoeneß mal wieder ins Tagesgeschäft des FC Bayern München ein und gab Handlungsempfehlungen ab. "Ich würde sehr dafür plädieren, den Kader noch aufzufüllen mit einem Leihspieler, der bis zum 30. Juni 2026 unter Vertrag genommen wird", sagte Hoeneß vor dem Liga-Auftakt gegen RB Leipzig am Freitag (Freitag, 20.30 Uhr live in der Radioreportage). Bei den aktuellen Transferbemühungen liegen die Vorstellungen des Ehrenpräsidenten und von Sportvorstand Max Eberl offensichtlich auseinander.

Eberl wurde von Hoeneß' Aussage nicht überrascht

Eberl stellt sich nach dem verordneten Einkaufsstopp auf ein kompliziertes Ende der Transferphase ein. "Wir haben die Voraussetzung, dass der Klub für sich entschieden hat: Wir wollen Geld sparen", sagte er bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. "Wir müssen jetzt kreativ werden. Das ist ehrlicherweise keine einfache Aufgabe auf dem Markt." Überrascht hätten Eberl die Aussagen und Anordnungen durch Hoeneß aber nicht. Man hätte das Ganze bereits intern besprochen. "Ich erfahre davon nicht über die Öffentlichkeit", so Eberl.

Eberl zeigt Humor: "Vielleicht leiht uns Stuttgart Woltemade"

Gleichzeitig machte der 51-Jährige aber klar, dass es deutlich schwieriger sei, Top-Spieler auszuleihen, als fest zu verpflichten - unter anderem weil ein abgebender Verein dann keine hohe Ablösesumme erhält. "Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken", sagte Eberl.

Beim Stichwort Woltemade, den der VfB Stuttgart auch für 60 Millionen Euro nicht hergeben wollte, reagierte Eberl mit Humor: "Keine Ahnung, was noch bis zum 1. September passiert. Vielleicht leiht Stuttgart ihn nochmal an uns - denn wir können ja leihen."

Offensive dünnt weiter aus - auch Wanner weg

Die Münchner suchen nach dem geplatzten Transfer von Nick Woltemade, nach Jamal Musialas schwerer Verletzung und nach den Weggängen Thomas Müllers, Leroy Sanés sowie Kingsley Comans dringend noch nach Verstärkung.

Jetzt verlässt auch noch das Toptalent Paul Wanner den Rekordmeister Richtung Eindhoven und verschärft noch mal die Lage. Denn den etlichen Abgängen im Sturm steht bislang nur Luis Díaz als prominenter Neuzugang gegenüber. "In der Offensive sind wir relativ dünn und das kann jeder sehen", sagte Eberl bemerkenswert deutlich. Auch in der Defensive steht ein Abgang bevor: Für Min-jae Kim soll sich Inter Mailand interessieren.

Bei all den Transferentwicklungen wurde selbst der sonst so ruhige Harry Kane überraschend deutlich. In seinen 14 Jahren als Profi sei der aktuelle Bayern-Kader der "vermutlich kleinste Kader, in dem ich je gespielt habe." Zeit für Eberl, Freund und Co. kreativ zu werden.

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