Harry Kane macht das Tor zum 2:3
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Harry Kane macht das Tor zum 2:3
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FC Bayerns Erkenntnis nach Pokalkrimi: "Halbgas gibt’s nicht"

FC Bayerns Erkenntnis nach Pokalkrimi: "Halbgas gibt’s nicht"

In der letzten Minute köpfte Harry Kane den FC Bayern zum 3:2 und damit in die zweite Runde des DFB-Pokals. Gegen Drittligist Wehen Wiesbaden vergaben die Münchner etliche Chancen und ließen zwei Konter zu, die zum zwischenzeitlichen 2:2 führten.

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"Das ist einfach ein Pokalspiel." Nach dem knappen 3:2 (1:0) gegen Wehen Wiesbaden ließ es sich Münchens Cheftrainer Vincent Kompany nicht nehmen, diese DFB-Pokalweisheit auszupacken. Auch für Konrad Laimer war klar, warum es der deutsche Rekordmeister gegen den Drittligisten aus Wiesbaden so schwer hatte: "So sind erste Pokalrunden nun mal und der Torwart hat sehr, sehr viel gehalten und wir hätten das ein oder andere Mal besser abschließen können."

15:2 Torschüsse

15 Mal schossen die Münchner aufs Wiesbadener Tor, der SVWW wiederum zweimal. Das reichte für ebenso viele Tore. "Sie haben alles getan, um im Spiel zu bleiben", lobte Kompany. "Sie hatten zwei Chancen und haben die auch genutzt, das gehört zum Fußball."

Obwohl die Münchner Hintermannschaft beim Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 durch Doppelpacker Fatih Kaya leicht ausgehebelt wurde, sah der Trainer das Hauptproblem bei der Chancenverwertung: "Es gibt keine Ausreden, wenn wir ein Spiel nicht entscheiden können, obwohl wir so viele Möglichkeiten bekommen."

Kompany zur Aufstellung: "Können nicht voll ins Risiko"

Neuzugang Luis Díaz feuerte mit einer hohen Frequenz Abschlüsse raus, schien aber irgendwann an sich selber zu verzweifeln: "Er ist sehr aktiv und kommt immer wieder in die Räume. Im Training schießt er die rein", lobte Kompany und fügte hinzu: "Wenn er weiterhin in diese Positionen kommt, dann wird er auch Tore machen."

Münchens Cheftrainer veränderte im Pokalspiel seine erste Elf im Gegensatz zu der vom 6:0 gegen RB Leipzig auf insgesamt sechs Positionen. Kompany beteuerte: "Ich hätte das Gleiche bei einem Bundesligaspiel gemacht." Der Kader vom FCB ist dünn und baut auf Nachwuchsspieler: "Es ist alles gut gelaufen bis jetzt, aber wir hatten keine Vorbereitung. Wir machen drei Spiele in zwei Wochen. Wir können nicht voll ins Risiko gehen." Egal mit welchen Mitspielern. Für Laimer bleibt die Erkenntnis: "So ein bisschen Halbgas gibt’s nicht."

Torwart Stritzel pariert Kanes Elfmeter

Einen Mann des Gegners musste Kompany besonders loben: "Der Torwart hat seine Arbeit gut gemacht heute." Wiesbadens Keeper Florian Stritzel parierte zehn Mal, allein vier Mal gegen Díaz und hielt einen Elfmeter von Harry Kane. Stritzel hatte den Stürmer durchschaut: "Ich war sehr froh, dass er beim zweiten recht zügig durchgelaufen ist, weil das ist so ein Ablauf, den er öfters drin hat."

Der erste Elfer von Kane in der 16. Minute war für jeden Keeper absolut unhaltbar, doch den zweiten konnte der pfiffige Drittliga-Torwart rausfischen: "Das hab ich unter der Woche auch mit meinem Torwarttrainer trainiert - fünf, sechs, sieben Bälle mit dem Zug. Es war genauso, wie wir es im Training gemacht haben!"

Kane verhindert Blamage wie gegen Saarbrücken

Doch im Gegensatz zur Pokal-Blamage 2023 gegen Saarbrücken waren es gegen Wiesbaden die Münchner, die den Last-Minute Treffer landeten. "Es hat uns auf jeden Fall sehr gut getan, dass wir es innerhalb der 90 Minuten entscheiden", gab Konrad Laimer zu. Das 3:2 in der 90+4. Minute köpfte Harry Kane höchstpersönlich an Stritzel vorbei ins Tor. Das eine Mal, wo der Wiesbadener nicht perfekt parierte, konnte sich Kane nicht entgehen lassen.

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