Zukunft beim FC Bayern ungewiss: Konrad Laimer
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Zukunft beim FC Bayern ungewiss: Konrad Laimer
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Fehlende Wertschätzung? Der FC Bayern und die Laimer-Frage

Fehlende Wertschätzung? Der FC Bayern und die Laimer-Frage

Konrad Laimers Vertrag beim FC Bayern läuft im kommenden Sommer aus. Er würde gerne verlängern, aber nur zu erhöhten Bezügen. Der Verein will nach den kostspieligen Verlängerungen von Davies, Upamecano und Musiala diesmal hart bleiben.

Über dieses Thema berichtet: Blickpunkt Sport am .

Eigentlich galt Konrad Laimer als einer der Gewinner dieser bisher so erfolgreichen Saison des FC Bayern. Keiner verkörpert die von Trainer Vincent Kompany geforderte Lust auf die Jagd nach dem Ball so wie der Österreicher. Doch nun scheint seine Zukunft an der Säbener Straße ungewisser denn je. Laimers Vertrag läuft nur noch bis zum Sommer 2027. Gespräche über eine Verlängerung haben noch zu keiner Einigung geführt.

Eberl bestätigt Stillstand im Laimer-Poker

Sportvorstand Max Eberl äußerte sich nach dem 3:3 gegen Heidenheim erstmals zur Personalie Laimer: "Das sind einfach Gespräche, das sind Vorstellungen. Da kommt man momentan nicht übereinander!" Gleichzeitig betonte Eberl, dass es "kein böses Blut, keine Missstimmung" gebe. "Es gibt zwei Standpunkte und da muss man schauen, ob man die Brücke irgendwann irgendwie findet." Streitpunkt sollen vor allem die Gehaltsvorstellungen des Spielers sein.

Medienberichten zufolge soll sich Laimer ein Salär von 15 Millionen Euro vorstellen, was die Münchner wiederum ablehnen. Aktuell verdient der österreichische Nationalspieler wohl um die acht Millionen Euro beim Rekordmeister. Sein Gehaltswunsch bedeutet also fast eine Verdoppelung.

Laimers Entwicklung: Vom Rotationsspieler zur Stammkraft

Allerdings hat sich auch Laimers Rolle seit seinem Dienstantritt vor fast drei Jahren deutlich verändert. In seiner Debütsaison unter Trainer Thomas Tuchel war der Rechtsfuß Rotationsspieler, pendelte zudem zwischen der Rechtsverteidigerposition und dem defensiven Mittelfeld. An den Einsatzzeiten änderte sich auch unter Trainer Kompany zunächst wenig. Laimer startete oft auf der Bank, doch der Plan des Belgiers, Joshua Kimmich von der rechten Defensivseite auf die Sechs zu ziehen, öffnete für Laimer den Platz als Rechtsverteidiger. Im Saisonfinale spielte der 28-Jährige dann fest auf seiner Seite.

Auch in der neuen Saison ist Laimer unter Kompany gesetzt. Der Belgier schätzt an ihm seine Vielseitigkeit. Laimer kann rechts- wie linksaußen verteidigen und wenn Not am Mann ist, auch mal im defensiven Mittelfeld aushelfen. Außerdem ist er wie gemacht für Kompanys Pressing bis zum gegnerischen Sechzehner.

Zickler über Laimer: "Vielleicht fehlt ihm die Wertschätzung"

"Er sprintet, er läuft hoch an, er geht in die Duelle. Man braucht nicht immer nur das Schönspielen, sondern auch das Arbeiten auf dem Feld", lobt ihn auch sein ehemaliger Trainer Alexander Zickler in "Blickpunkt Sport". Der ehemalige FC-Bayern-Profi kennt Laimer schon seit der U15 in Salzburg. Zickler war Co-Trainer unter Marco Rose und arbeitete auch in Leipzig mit Laimer zusammen.

"Ich hätte die Entwicklung nicht ganz so vorhergesehen, die er jetzt genommen hat, aber umso schöner ist es, was er erreicht hat", freut sich Zickler für seinen ehemaligen Schützling. In den Vertragspoker will sich der 52-Jährige nicht einmischen, vermutet aber: "Vielleicht fehlt ihm die Wertschätzung, die er auch verdient. Er ist vielleicht nicht der Topspieler, aber ist ein Kämpfer. Er hat unglaubliche Mentalität und ich glaube, dass du auch in einer fußballerisch überragenden Mannschaft solche Spieler brauchst."

FC Bayern will bei Laimer hart bleiben

Auch beim FC Bayern haben sie keine Zweifel an Laimers Qualitäten, würden diese aber eben gerne nicht ganz so fürstlich entlohnen, wie sich der Österreicher das vorstellt. Der wiederum möchte finanziell zu Mitspielern wie Alphonso Davies aufschließen, der durch seinen vor gut einem Jahr unterschrieben Kontrakt nun rund 15 Millionen Euro verdienen soll. Eberl war ursprünglich angetreten mit dem klaren Auftrag, die Gehaltsstrukturen wieder nach unten anzupassen. Das hat bei den Verhandlungen von Jamal Musiala, Dayot Upamecano und eben Davies nicht wirklich funktioniert. Alle verlängerten zu erhöhten Bezügen.

Bei Laimer will der Verein nun hart bleiben. Auch, weil Laimer ohne Ablöse aus Leipzig nach München gewechselt war: "Er ist ablösefrei gekommen, da würden wir nicht viel verlieren", antwortete Eberl auf die Frage was passieren würde, sollten sich beide Parteien nicht einig werden.

Interessenten für Laimer gibt es genug. Unter anderem der FC Barcelona soll sich für den Österreicher interessieren.