Mehr als 200 Anhänger von Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg haben sich vor dem als Hochrisikospiel eingestuften Duell der beiden Fußball-Zweitligisten zu einer Schlägerei verabredet. Als die Polizei in der Nacht an einem Gewerbegebiet in der Nähe von Eisfeld im Süden Thüringens eintraf, habe die Auseinandersetzung schon angefangen, hieß es von den Beamten. Die rivalisierenden Lager seien getrennt worden.
Über 200 Polizisten lösen Schlägerei auf
Insgesamt seien 220 Beamte aus Sachsen, Thüringen und der Bundespolizei im Einsatz gewesen. Es wurden von 214 Beteiligten Personalien aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Dresden leitete Ermittlungsverfahren gegen sie ein.
Die beiden Klubs trafen schließlich am Samstag um 13.00 Uhr in Nürnberg aufeinander. Das 50.000 Plätze bietende Stadion war mit knapp 45.000 Zuschauern ausverkauft, darunter 8.620 aus Dresden. So wollten die Behörden zwischen den rivalisierenden Fanblöcken Pufferzonen einrichten. Ein Konzept, das funktionierte. Das 0:2 (0:0) verlief ebenso wie die Anreise friedlich.
Ausschreitungen vergangene Woche in Dresden
Erst am vergangenen Wochenende hatte es bei einem Spiel von Dresden gegen Hertha BSC im Rudolf-Harbig-Stadion Ausschreitungen gegeben. Anhänger beider Teams kletterten über Zäune. Dresdner Anhänger rannten vermummt entlang des Spielfeldes zum Hertha-Fanblock und Pyrotechnik wurde gezielt aufeinander abgeschossen.
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