Dayot Upamecano (FC Bayern) liegt auf dem Rasen des Signal Iduna Parks.
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Dayot Upamecano (FC Bayern) auf dem Rasen des Signal Iduna Parks.

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"Harte Nuss": Helmer sieht FCB-Probleme in der heißen Phase

"Harte Nuss": Helmer sieht FCB-Probleme in der heißen Phase

Beim FC Bayern geht die heiße Phase wieder los. Doch der ehemalige FC-Bayern-Profi Thomas Helmer sieht ein Problem, das die Münchner schon häufiger heimsuchte: müde Beine – genau dann, wenn es um alles geht. Kompany stellt sich nun die Gretchenfrage.

Über dieses Thema berichtet: Blickpunkt Sport am .

Dass Harry Kane für den FC Bayern unerlässlich ist, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Am Samstag, beim Topspiel gegen den BVB, zeigte der 32-jährige Engländer das mal wieder eindrucksvoll. Mit zwei Treffern brachte er die Münchner auf die Siegerstraße. Kane, der an 40 Prozent der FCB-Tore beteiligt ist, hat keinen unwesentlichen Anteil daran, dass die Münchner in dieser Saison im März mal wieder von allen drei Titeln träumen können.

Helmer über FCB-Spieler: "Sie werden ein bisschen müde"

In der Bundesliga sind die Münchner mit elf Punkten Vorsprung auf dem besten Weg zur 35. Meisterschaft. Im DFB-Pokal hat es der FC Bayern nach sechs Jahren der Abstinenz mal wieder ins Halbfinale geschafft. In der Champions League geht die heiße Phase allerdings jetzt erst so richtig los. In der kommenden Woche steht das Achtelfinal-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo an.

Doch genau in dieser Phase begann der FC Bayern in vergangenen Saisons häufig zu schwächeln. Und auch aktuell sieht es manchmal so aus, als ginge einigen Spielern die Luft aus, befindet Thomas Helmer: "Sie werden langsam ein bisschen müde", analysierte der ehemalige FC-Bayern-Spieler am Sonntag in der BR-Sendung "Blickpunkt Sport". "Gegen Frankfurt habe ich es schon gesehen. Da führst du 3:0, lässt ein bisschen nach. Laimer kommt aus einer Verletzung, spielt durch, Musiala müssen sie einbauen, Olise war nicht so stark wie sonst. Diaz hatten die Dortmunder auch ganz gut im Griff...." Und auch vor den Topspielen "menschelte" es bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg und dem 2:2 gegen den HSV beim FC Bayern.

Weit über 40 Spiele: FCB-Leistungsträger mit Monsterpensum

Blickt man auf die Leistungsträger der Münchner, ist es nicht gerade verwunderlich, dass bei einigen Spielern die Muskeln ein wenig müder werden. Kane hat seit Beginn der Klub-WM Mitte Juni ganze 51 Spiele absolviert und dabei über 4.000 Minuten auf dem Platz gestanden – oder besser gesagt: ist über den Platz gerannt. Bei Jonathan Tah (49 Spiele) und Joshua Kimmich (46) ist die Belastung ähnlich hoch.

Zudem, so Helmer, mehren sich die Verletzungen. Mit Hiroki Ito und Alphonso Davies sind aktuell beide etatmäßigen Linksverteidiger verletzt, Manuel Neuer verpasste den "Klassiker" gegen Dortmund aufgrund einer Wadenverletzung. "Das könnte ein Nachteil sein. Es ist nicht gut, wenn immer wieder Spieler ausfallen", sagte Helmer und fügte mit Blick auf die Champions League an: "Das wird 'ne harte Nuss. Alle haben sich einen anderen Turnierbaum gewünscht. Atalanta werden sie schaffen – aber dann kommt Real oder City. Und dann Barcelona, oder eine englische Mannschaft."

Anrennen wie gegen PSG: "Das wird immer schwieriger"

Abschreiben will Helmer die Münchner aber nicht – und erinnert an einen besonderen Auftritt zu Beginn der Champions-League-Saison: "Wir messen sie alle an diesem Paris-Spiel, das sensationell war. Wo die Bayern hinterhergelaufen sind, alles gegeben haben." Dass solche Leistungen auch in der aktuellen Verfassung möglich sind, bezweifelt der Ex-Profi: "Das wird jetzt immer schwieriger."

Doch auch bei anderen Top-Vereinen haben die Leistungsträger bereits ein ähnliches Pensum in den Muskeln. Ob Haaland, Rúben Dias oder Gianluigi Donnarumma bei Manchester City, Vinicius Jr., Aurélien Tchouaméni oder Federico Valverde bei Real Madrid – die 40-Spiele-Marke haben sie in dieser Saison bereits alle längst geknackt. Und die Münchner konnten - dank der direkten Qualifikation zur K.o.-Phase der Champions League – vor dem Achtelfinale ein wenig durchschnaufen: drei Wochen am Stück ohne Partien an Werktagen. Ein seltener Luxus so kurz vor dem Beginn der heißen Phase.

Kompany und die Gretchenfrage: Schonen oder Rhythmus halten?

Nun wird sich für Kompany die große "Gretchenfrage" stellen, mit der sich auch schon frühere FC-Bayern-Trainer plagten: Die Bundesliga ist so gut wie gelaufen – wie verfährt man mit der Restsaison? Schont man die wichtigsten Stars, um ihnen Verschnaufpausen zu gönnen? Lässt man Lennart Karl, Leon Goretzka, Nicolas Jackson und Min-jae Kim vermehrt ran? Oder riskiert man damit nur, dass die Spieler aus dem Rhythmus kommen? Wie auch immer Kompany diese Frage in der aktuellen Saison lösen wird, eines darf sicherlich nicht passieren: Will der FC Bayern mal wieder nach dem Henkelpott greifen, muss Kane, die personifizierte Torgarantie der Münchner, gesund bleiben.

Im Video: Die Highlights des "Klassikers" - BVB gegen FC Bayern

Karim Adeyemi (BVB) im Zweikampf gegen Joshua Kimmich (FCB)
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Karim Adeyemi (BVB) im Zweikampf gegen Joshua Kimmich (FCB)

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