12.01.2026, Bayern, München: Marco Maier, deutscher Sportler im Para Ski nordisch, während der Einkleidung der Sportler des Team Deutschland Paralympics. Die Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo werden am 6. März eröffnet. Die Abschlussfeier findet am 15. März statt. Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
12.01.2026, Bayern, München: Marco Maier, deutscher Sportler im Para Ski nordisch, während der Einkleidung der Sportler des Team Deutschland Paralympics. Die Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo werden am 6. März eröffnet. Die Abschlussfeier findet am 15. März statt. Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bild
Paralympics: Einkleidung Sportler
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Martin Schutt
Schlagwörter
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Martin Schutt
Videobeitrag

Paralympics: Einkleidung Sportler

Aktualisiert am
Videobeitrag
Erschien zuerst am
> Sport >

Marco Maier bei Paralympics: Aus dem Allgäu an die Weltspitze

Marco Maier bei Paralympics: Aus dem Allgäu an die Weltspitze

Bei seinen zweiten Paralympischen Spielen 2026 will Marco Maier groß angreifen. Die passende Kleidung hat der Para-Langläufer und Biathlet bei der Olympia-Ankleide bekommen. Jetzt fehlen nur noch die Medaillen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Mit einem breiten Grinsen begrüßt Marco Maier seine Teamkollegen. Der Einkaufswagen mit seiner Ausrüstung für die Paralympischen Spiele 2026 ist bereits gut gefüllt. Nur noch die passenden Hosen fehlen ihm. Die Einkleidung des Deutschen Olympischen Sportbundes war für Maier eine einzigartige Erfahrung.

Der 26-jährige Oberstdorfer ist Teil des nordischen Paraski-Teams. Im Weltcup geht er im Langlauf und im Biathlon an den Start. Bei seinen ersten Spielen 2022 in Peking hat er die Olympia-Kleidung nur per Post bekommen. "Wir hatten keine Chance, die Sachen anzuprobieren. Das war eine Lotterie", erinnert sich Maier lachend. Dieses Jahr darf er sich alles persönlich aussuchen.

Vom Geheimfavoriten zum Medaillenanwärter

In Peking ging Marco Maier 2022 noch als Geheimfavorit an den Start. Bei seinen Premierenspielen holte der Allgäuer direkt zwei Silbermedaillen. Eine im Biathlon und eine im Langlauf. Vier Jahre später gehört er zum engen Favoritenkreis. Für die Paralympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo sind auch seine eigenen Erwartungen gestiegen. "Ich will auf jeden Fall eine Medaille. Wenn ich noch einen draufsetzen könnte und Gold hole, wäre das natürlich ein Traum", sagt Maier.

Mit seiner Form in diesem Winter ist der Para-Athlet zufrieden. Beim Heim-Weltcup Am Notschrei gewann Maier Anfang Januar die Sprintverfolgung im Biathlon. Doch mit neun Schießfehlern in drei Rennen ist er nicht voll zufrieden. "Es hapert ein bisschen am Schießstand. Die Probleme muss ich in den nächsten zwei Monaten noch in den Griff bekommen", so das Fazit von Maier. Da bei den Paralympischen Spielen die Langlauf-Rennen im klassischen Stil stattfinden, konzentriert er sich diesen Winter vor allem auf Biathlon.

Erwartungen an Maier sind groß

An seiner linken Hand fehlen Marco Maier von Geburt an die vorderen Fingerglieder. Da er so den Stock nicht halten kann, geht Maier nur mit einem an den Start. Deshalb liegt ihm der klassische Stil im Langlauf nicht so.

Im Alter von 15 Jahren zog er nach Freiburg, um vollen Fokus auf den Sport zu legen. Im Sportinternat des Bundesstützpunktes für die nordischen Para-Ski-Athleten beendete er die Schule. Und entwickelte sich zur absoluten Weltspitze im Para-Langlauf und Biathlon.

Mit seinen Leistungen im Weltcup und bei den Weltmeisterschaften 2025 gilt Maier bei den Paralympischen Spielen 2026 als Medaillenkandidat. "Mit dem Druck muss man in gesundem Maße umgehen können. Zu viel schadet oft. Wenn man es schafft, den Druck als Motivation zu sehen, kann er aber auch helfen", sagt der Para-Sportler.

Die Vorfreude ist riesig

Bei den Paralympischen Spielen 2022 in Peking konnten Familie und Freunde nur vor den Bildschirmen mitfiebern. Die Distanz und die Corona-Pandemie verhinderten einen Fan-Club vor Ort. Dieses Jahr ist das anders. Die Biathlon-Wettkämpfe finden in Tesero (Val di Fiemme) statt. Über die Nähe zur Heimat freut sich Marco Maier besonders. "Das Besondere ist, dass die Spiele in Europa stattfinden. Wir haben keine langen Reisen. Die ganze Familie kann vor Ort sein und man kann – im Idealfall – zusammen feiern", so der 26-jährige Sportler.