Die Stadt München träumt vom Zuschlag für die Austragung der Olympischen Spiele
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Die Stadt München träumt vom Zuschlag für die Austragung der Olympischen Spiele
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"Spiele des Herzens": München startet in heiße Olympia-Phase

"Spiele des Herzens": München startet in heiße Olympia-Phase

Die Bewerbung der Landeshauptstadt München für die Olympischen Spiele geht in die heiße Phase. Am Dienstag wurde die Hoffnung auf "Spiele des Herzens" bekräftigt. Auch eine Erneuerung der Regattastrecke in Oberschleißheim wurde in Aussicht gestellt.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Die Olympischen Spiele in München sollen zu einem Sommermärchen werden. Mit dieser Vision läuteten Ministerpräsident Markus Söder, Oberbürgermeister Dominik Krause sowie Innenminister Joachim Herrmann die heiße Bewerbungsphase für das Großereignis ein und setzten dabei vor allem auf die Strahlkraft der Landeshauptstadt. Zudem sollen Rekorde purzeln - und die Sorgen um renovierungsbedürftige Wettkampfstätten wie die Regattastrecke in Oberschleißheim enden.

Olympia in München soll "Spiele des Herzens" werden

"Wir wollen nochmal mobilisieren, wir wollen nochmal werben, wir wollen den Schulterschluss", ließ Söder am Dienstag nach einer Kabinettsitzung in München auf einer Pressekonferenz verlauten. "Wir glauben, dass wir ein hervorragendes Sommermärchen bieten können." Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September in Baden-Baden, ob Berlin, München oder die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Zentrum nominiert wird. Der DOSB hat sein Interesse an den Sommerspielen 2036, 2040 oder 2044 hinterlegt.

Die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele sei laut dem 59-jährigen CSU-Politiker eine "Riesenchance für unser Land", sie würden das Signal "für Freundschaft, Freiheit, Sport und Miteinander" sein. Söder hofft auf "Spiele des Herzens" in München, das 1972 schon einmal Gastgeber war. Darüber hinaus wurden günstige Eintrittspreise versprochen, auch die Nachhaltigkeit der Münchner Bewerbung wurde hervorgehoben.

Im Video: Landeshauptstadt und Freistaat wollen Olympia nach München holen

Münchens Oberbürgermeister Krause, Bayerns Ministerpräsident Söder und Innenminister Herrmann halten T-Shirts zur Olympiabewerbung hoch.
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Gemeinsam wollen Freistaat und Stadt die Münchner Olympia Bewerbung voranbringen.

Regattastrecke: Herrmann stellt Mitfinanzierung in Aussicht

Letztere rückte zuletzt verstärkt in den Fokus, nachdem Ruder-Weltmeister Oliver Zeidler im exklusiven Interview in "Blickpunkt Sport" die Trainingsbedingungen der Regattastrecke in Oberschleißheim bei München scharf kritisiert hatte. Die Anlage wurde für die Olympischen Spiele 1972 erbaut, seitdem ist wenig passiert. Vieles ist renovierungsbedürftig, die Tribüne beispielsweise darf nicht mehr betreten werden.

"Die Rahmenbedingungen sind in der Tat erneuerungsbedürftig. Da muss etwas geschehen, auch wenn keine Olympischen Spiele dort stattfinden sollten", so Herrmann, der unterstrich, dass die Wettkampfstätte im Norden Münchens "zu den international beliebtesten und angesehensten Strecken" zähle. "Wir sind da zu einer Mitfinanzierung seitens des Freistaats Bayern bereit", stellte Herrmann in Aussicht.

Nachhaltigkeit in München: "Wird auch in Zukunft so sein"

Eine Renovierung soll nicht allein vom Zuschlag für die Austragung der Sommerspiele abhängen. Während bei anderen ehemaligen Gastgebern der Olympischen Spiele nach einigen Jahren schon von Ruinen mit Blick auf die Wettkampfstätten gesprochen wurden, trumpft München laut Herrmann mit dem positiven Aushängeschild auf, "dass nahezu alle Stätten von 1972 nach wie vor in Betrieb sind. München und Bayern haben diese Wettkampfstätten kontinuierlich instandgehalten und waren auch in der Pflege sehr engagiert. Das wird auch in Zukunft so sein - egal wie das Ergebnis lauten wird", versicherte der 69-Jährige.

Wie effizient die Planung bei der Nachhaltigkeit am Ende wirklich ist, wird sich erst in vielen Jahren herausstellen. Auf bestimmte Werte sind die Verantwortlichen aber bereits jetzt besonders stolz. "Schon jetzt kann man sagen, dass wir mit unserer Bewerbung eine Reihe an Rekorden aufgestellt haben", meinte Oberbürgermeister Krause. Allen voran steche die Kompaktheit des Münchner Konzepts hervor. "Die durchschnittliche Reisezeit zwischen Olympischem Dorf und Sportstätten beträgt 15 Minuten, bei den Paralympischen Spielen sogar nur 13 Minuten."

BLSV: "Bayern zementiert Fundament für Nachhaltigkeit"

Das hängt vor allem damit zusammen, dass rund 50 Prozent der Sportarten im Olympiapark ihr Zuhause haben werden, rund 90 Prozent der Wettkampfstätten liegen in einem Radius von weniger als 30 Kilometern. "Das hat bisher keinen Vergleich", so Krause. Am stolzesten sei man - das bekräftigten Krause, Söder und Herrmann gemeinsam - aber angesichts der großen Zustimmung in der Bevölkerung. "Wir sind die erste Stadt und die erste alleinige Bewerberstadt, die bei einem Bürgerentscheid eine Zustimmung von 66 Prozent zum Ausdruck gebracht hat."

Auch der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) blickt zuversichtlich auf die Bewerbung: "Mit dem Münchner Konzept zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele 20XX für Deutschland, der großflächigen Bewerbung um internationale Sportgroßveranstaltungen sowie der über 100 Millionen Euro schweren Sportförderung für die bayerischen Sportvereine und der Erweiterung des Schulsportangebots, zementiert der Freistaat Bayern ein überragendes Fundament für die Nachhaltigkeit und die Einzigartigkeit des Sport-Standorts Bayern", sagt BLSV-Präsident Jörg Ammon.

Katar und Indien unter Favoriten bei Olympia-Vergabe

Für die Vergabe der Sommerspiele 2036 soll die erste Vorauswahl im März 2027 abgeschlossen sein. Die nächste Phase strategischer Verhandlungen würde dann bis Ende 2028 laufen, ehe in den letzten Monaten bis zur IOC-Session Mitte 2029 nur noch die aussichtsreichsten Kandidaten im Rennen verbleiben. Als Favoriten wurden zuletzt immer wieder Katar, Ausrichter der Fußball-WM 2022, und Indien mit der Millionen-Metropole Ahmedabad genannt.

Im Video: Innenminister Herrmann äußert sich zur Regattastrecke München

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