Lena Dürr war im zweiten Lauf zu zögerlich auf der Strecke. Mit einigen Fahrfehlern fiel die 34-Jährige von Platz 15 zurück auf Platz 21 mit 2.12. Sekunden Rückstand auf die Siegerin Julia Scheib. Den lautesten Jubel gab es dennoch für Italiens Idol Federica Brignone.
Favoritin Scheib liefert
Die Favoritinnen machten es richtig spannend. Von den Top drei legte die Weltcupführende Julia Scheib mit 2:19,85 Min vor. Die Österreicherin überholte damit im zweiten Lauf die Schweizerin Camille Rast (+ 0,37s) und die nach dem 1. Lauf führende Schwedin Sara Hector (+0,46s). Mikaela Shiffrin wurde Vierte.
Umjubeltes Comeback von Brignone
Im Blickpunkt stand die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone: 292 Tage nach ihrem schweren Unfall bei den italienischen Meisterschaften, bei dem sie einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Kreuzbandriss erlitten hatte, fuhr sie gleich wieder in die Weltspitze. Auf Siegerin Scheib, die sich zur Goldfavoritin für Olympia aufschwingt, fehlten ihr 1,23 Sekunden.
Brignone sprach von "sehr großen Emotionen" und war "sehr froh" über ihr gelungenes Comeback: "Es ist unglaublich, ein schöner Traum!" Bei Olympia ist sie als eine der Fahnenträgerinnen von Gastgeber Italien eingeplant, Gold bei den Winterspielen fehlt noch in ihrer umfangreichen Titelsammlung.
Dürr hofft auf Spindlermühle
"Es ist schon einer der schwierigeren Riesenslaloms", erklärte Dürr ihre Probleme, "auf dem Schnee muss man es wirklich laufen lassen." Nun liege der Fokus auf dem Riesenslalom im tschechischen Spindlermühle am Samstag: "Ich nehme das Gefühl mit, was an den Schwüngen gepasst hat." Als zweite Deutsche fuhr Fabiana Dorigo auf Platz 25 zum zweiten Mal in diesem Winter in die Punkteränge. Emma Aicher legt diesmal eine kurze Rennpause ein und verzichtete auf einen Start.
Zum Video: Re-Live - der zweite Durchgang
Federica Brignone (ITA), San Vigilio Marebbe
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Sara Hector


