Michael Olise und Luis Diaz bestachen gegen den VfL Wolfsburg
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Michael Olise und Luis Diaz bestachen gegen den VfL Wolfsburg
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Michael Olise und Luis Diaz bestachen gegen den VfL Wolfsburg

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Sogar Kane verblasst: "Oliaz" verbreitet Angst und Schrecken

Sogar Kane verblasst: "Oliaz" verbreitet Angst und Schrecken

Michael Olise und Luis Diaz verbreiten beim Sieg des FC Bayern München gegen den VfL Wolfsburg Angst und Schrecken in der Abwehr der Gäste. Die Flügelzange überstrahlt sogar Harry Kane.

Über dieses Thema berichtet: Blickpunkt Sport am .

Vincent Kompany vermied es, Superlative zu benutzen, aber wie sehr seine Mannschaft sogar den Belgier verzauberte, war ihm deutlich anzumerken. "Es steht 5:1, 6:1, 7:1 und trotzdem laufen die weiter, pressen und versuchen immer noch, Tore zu schießen", schwärmte der Trainer des FC Bayern München fast schon ehrfürchtig bei DAZN, nachdem sein Team dem VfL Wolfsburg die höchste Niederlage in dessen Vereinsgeschichte verpasst hatte.

8:1 (2:1) hatte der deutsche Rekordmeister seine Gäste in der Allianz Arena gerade abgefertigt. Ein Start nach Maß in das Pflichtspieljahr 2026, in dem für Kompanys Schützlinge das dritte Triple der Klub-Historie nicht nur möglich ist, sondern mittlerweile sogar dem größten Kritiker plausibel erscheinen muss.

93 Treffer haben die Münchner in 26 Spielen in der laufenden Saison erzielt. Mit je nach Perspektive schöner oder eben unschöner Regelmäßigkeit werden Gegner regelrecht niedergewalzt. Und wie auch nicht? Harry Kane aufzuhalten, ist schon eine Herkules-Aufgabe. Da aber im Normalfall auch noch Michael Olise UND Luis Diaz gezähmt werden müssen, wird die Abwehrarbeit ganz schnell zum Himmelfahrtskommando.

"Oliaz" schießt Wolfsburg auseinander

Die neue Flügelzange wirbelte gegen den VfL mit einer beängstigenden Spielfreude. Olise (zwei Tore, eine Vorlage) und Diaz (ein Tor, zwei Vorlagen) sammelten beide drei offizielle Scorerpunkte, bereiteten dabei jeweils einen Treffer des anderen vor.

Beide waren zudem auch noch entscheidend an den zwei Eigentoren der Wolfsburger involviert: Bei dem Malheur von Kilian Fischer (5.) nach Flanke von Diaz lief Olise ein und als Moritz Jenz den eigenen Kasten traf (53.), suchte Olise eigentlich den grätschenden Diaz. Das Verständnis zwischen dem Franzosen und dem Kolumbianer scheint blind zu funktionieren.

Sogar Kane verblasst

Doch der Effekt des Paares geht weit über Torbeteiligungen hinaus. Olise war gegen die Niedersachsen überall auf dem Platz zu finden, spielte einen öffnenden Pass nach dem nächsten. Diaz ackerte gegen den Ball, stach in die Tiefe, bot sich an. Gefühlt jede Ballberührung von "Oliaz" sorgte für Gefahr vor dem Kasten des bemitleidenswerten Wölfe-Keepers Kamil Grabara.

Selbst Ausnahmestürmer Kane verblasste etwas gegen Wolfsburg vor dem Hintergrund des kongenialen Duos. Diese Tatsache sagt dabei mehr über die beiden Flügelflitzer aus als über den Engländer, der mit einer Vorlage und einem absoluten Traumtor selbst eine starke Leistung zeigte.

Kompany scheut "Robbery"-Vergleich

Doch der Tag gehörte eben Olise und Diaz. Kompany scheute auf der Pressekonferenz nach dem 8:1 zwar noch den Vergleich zu Arjen Robben und Franck Ribéry, doch lange dürfte es nicht mehr dauern, bis die Analogie auch in den Augen des zurückhaltenden Coaches gerechtfertigt ist.

Schließlich avanciert Olise trotz der happigen Ablöse von 53 Millionen Euro, die der FC Bayern im Sommer 2024 für seine Dienste an Crystal Palace überwies, zunehmend zum Schnäppchen. Der 24-Jährige steht in 81 Pflichtspielen an der Isar bei sagenhaften 70 Scorerpunkten (32 Treffer, 38 Vorlagen). Laut "transfermarkt.de" liegt der Marktwert des Franzosen aktuell bei 130 Millionen Euro.

Neuer-Aussage wird zur Drohung

Bei Diaz kann man angesichts des noch höheren Preisschildes von 70 Millionen Euro noch nicht so weit gehen. Dennoch ist der 28-Jährige mindestens ein Kandidat für den besten Transfer der laufenden Saison, wenn nicht sogar der Top-Favorit in dieser Kategorie. Seine Quote für Torbeteiligungen ist schließlich noch besser als die von Olise. In 23 Einsätzen für den FCB traf er 14-mal und legte neun weitere Tore auf. Zusammengenommen haben "Oliaz" in der aktuellen Spielzeit brutale 50-mal genetzt oder vorbereitet.

Dabei ist der FC Bayern noch nicht einmal bei voller Stärke angekommen, wie Kapitän Manuel Neuer nach dem Triumph gegen Wolfsburg in Erinnerung rief. Nach Olise gefragt, analysierte der 39-Jährige bei DAZN: "Ich glaube, dass er mit unserer Truppe sehr viel Spaß hat, gerade wenn dann Jamal (Musiala, Anm. d. Red.) wieder zurückkommt … Er ist auch ein Spieler, mit dem er sich sehr gut versteht." Eine Drohung?

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