(Symbolbild) Die Galeria-Filiale in Nürnberg.
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(Symbolbild) Es ist die vierte Insolvenz in nur sechs Jahren: Die Kaufhauskette Galeria ist erneut zahlungsunfähig.
Bildrechte: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Ardan Fuessman
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(Symbolbild) Es ist die vierte Insolvenz in nur sechs Jahren: Die Kaufhauskette Galeria ist erneut zahlungsunfähig.

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Galeria-Insolvenz: Mitarbeiter bayerischer Standorte "geschockt"

Galeria-Insolvenz: Mitarbeiter bayerischer Standorte "geschockt"

Es ist die vierte Insolvenz in nur sechs Jahren: Die Kaufhauskette Galeria ist erneut zahlungsunfähig. Die Reaktionen an den bayerischen Standorten reichen von Überraschung bis Schock. Was Gewerkschaft und Städte jetzt vom Unternehmen fordern.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Die Warenhauskette Galeria Kaufhof hat Insolvenz angemeldet – und das zum inzwischen vierten Mal. Die Reaktionen an den betroffenen Standorten in Bayern reichen von Überraschung bis Schock.

Gewerkschaft kritisiert "haarsträubende Fehler" im Management

Die Gewerkschaft ver.di fordert nach der erneuten Insolvenz, dass die Zukunft der Mitarbeitenden gesichert werde, wie ver.di-Sekretärin für Handel in Mittelfranken, Susanne Jensen, gegenüber BR24 sagte. Insgesamt seien in den letzten beiden Häusern in Mittelfranken knapp 200 Menschen beschäftigt. "Die sind geschockt und müssen die vierte Insolvenz innerhalb von sechs Jahren erst einmal verarbeiten", sagte Jensen dem BR. Aktionen seien derzeit nicht geplant. Jensen kritisiert, dass im Management "haarsträubende" Fehler begangen worden seien.

Überraschende Insolvenz nach konstruktiven Standort-Gesprächen

In Würzburg zeigte sich Oberbürgermeister Martin Heilig (Grüne) "sehr überrascht" von der Insolvenzmeldung. In den vergangenen Wochen habe es mehrere konstruktive Gespräche mit der Unternehmensleitung zu "sogenannten Potentialstandorten" gegeben, darunter auch Würzburg. "Daher überrascht es mich sehr, heute die Insolvenz des gesamten Unternehmens aus den Medien erfahren zu haben. Dies war im gemeinsamen Austausch nie Thema", so Heilig am Freitag.

Die Frage sei nun, wie sich Galeria weiter aufstellt. Unter anderem seien dazu Gespräche mit der Unternehmensleitung und dem Eigentümer geplant. Außerdem will sich die Stadt mit der Filialleitung am Standort und dem Personalrat austauschen. Wichtig sei ihm, dass das gegenseitige Vertrauen und eine Kommunikation auf Augenhöhe weiterbestehe.

"Ansagen und Klarheit" für den Galeria-Standort in Erlangen forderte der städtische Wirtschafts- und Finanzreferent Konrad Beugel. "Die Gedanken sind heute aber primär bei den Galeria-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, die jetzt zum wiederholten Male mit den Schlagzeilen um die Zukunft leben müssen", so Beugel gegenüber BR24.

Auch der Bamberger Oberbürgermeister Sebastian Martins Niedermaier (SPD) betonte, dass das Galeria-Kaufhaus in seiner Stadt gut angenommen werde. Niedermaier wörtlich: "Wir werden alles dafür tun, um den Laden weiter in Bamberg zu halten, weil er einfach ein ganz wichtiger Frequenzbringer für unsere Stadt Bamberg ist und eigentlich einfach zur Stadt gehört."

12.000 Beschäftigte bangen um ihren Job

Die angeschlagene Warenhauskette Galeria hatte am Freitag die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll deutschlandweit vorerst weiterlaufen. Zu den Hintergründen hat das Unternehmen bis jetzt keine Angaben gemacht. Die rund 12.000 Beschäftigten müssen nun um ihre Arbeitsplätze bangen. Ob sie Insolvenzgeld erhalten, ist nicht klar – so auch die Frage, ob oder welche Standorte schließen müssen.

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