Eine Hand hält einen Einkaufsbeleg vor einem Warenregal in einem kleinen Lebensmittelgeschäft hoch.
Eine Hand hält einen Einkaufsbeleg vor einem Warenregal in einem kleinen Lebensmittelgeschäft hoch.
Bild
Inflation war 2025 bei über 2 Prozent - und bleibt es wohl
Bildrechte: picture alliance/dpa | Marcus Brandt
Schlagwörter
Bildrechte: picture alliance/dpa | Marcus Brandt
Audiobeitrag

Inflation war 2025 bei über 2 Prozent - und bleibt es wohl

Audiobeitrag
> Wirtschaft >

Inflation war 2025 bei über zwei Prozent - und bleibt es wohl

Inflation war 2025 bei über zwei Prozent - und bleibt es wohl

Die Inflation lag im vergangenen Jahr bei 2,2 Prozent und damit genauso hoch wie 2024. Vor allem Versicherungen und Reisen wurden teurer, aber auch Lebensmittel. Auch 2026 soll die Inflation bei über zwei Prozent bleiben.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Im Vergleich zum Januar 2025 sind die Preise im vergangenen Jahr laut vorläufigen Daten um 2,2 Prozent gestiegen - genauso hoch wie 2024. Das meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden (externer Link). Zwar haben die Gewerkschaften für Deutschlands Beschäftigte im vergangenen Jahr im Schnitt Lohnerhöhungen von 2,6 Prozent rausgehandelt, aber der Großteil davon wurde durch die Teuerung wieder aufgezehrt.

Gefühlt ist die Inflation für viele Menschen höher: In einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) schätzten die Teilnehmer die Teuerungsrate 2024 auf 15,3 Prozent - also rund siebenmal höher, als sie tatsächlich war.

  • Zum Artikel: Hohe Preise fressen Tarifplus auf: Löhne steigen 2025 real kaum
  • Dezember: Reisen und Versicherungen teurer, Benzin und Gas billiger

    Immerhin ist die Inflationsrate im Dezember laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2026 von 2,3 auf 1,8 Prozent gesunken. Teurer geworden sind vor allem Dienstleistungen (+3,5 Prozent): Dazu zählen etwa Autoversicherungen, Pauschalreisen oder Besuche im Restaurant oder beim Friseur – das liegt an den höheren Kosten der Unternehmen durch höhere Löhne.

    Der Preisanstieg bei den Lebensmitteln lag im Dezember deutlich unter dem Gesamtschnitt, nämlich bei 0,8 Prozent. Dennoch müssen die Deutschen für Lebensmittel derzeit 30 Prozent mehr ausgeben als im Januar 2020. Sogar günstiger geworden ist es 2025 bei Benzin, Strom und Gas – nämlich 1,3 Prozent billiger als ein Jahr zuvor.

    Ökonomen rechnen 2026 mit Teuerung über zwei Prozent

    Trotz der Erholung im Dezember rechnen die Ökonomen nicht damit, dass das die Tendenz fürs neue Jahr wird, sondern dass die Rate oberhalb von zwei Prozent verharren wird. Rasant steigende Preise wie 2022 und 2023 seien jedoch auch nicht zu erwarten, heißt es aus Volkswirtschaftskreisen. Das Ifo-Institut prognostiziert eine Teuerungsrate von 2,2 Prozent für dieses Jahr und für nächstes Jahr 2,3 Prozent. 

    Eine Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland empfindet die Inflation als Belastung. In einer Forsa-Umfrage sagten fast 60 Prozent der Befragten, dass sie sich wegen der steigenden Preise Sorgen machen und 68 Prozent sagten, dass Lebensmittel der Bereich seien, in dem sie den Preisanstieg am meisten spüren.

    Mit Inforamtionen von dpa, AFP und Reuters

    Im Video: Sorgen wegen der Inflation - Was hilft?

    Prof. Dr. Jürgen Margraf, Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Ruhr-Universität Bochum; Rigobert Kaiser, BR Wirtschafts-Experte; Moderation: Eva Lell
    Bildrechte: BR
    Videobeitrag

    alpha-thema Gespräch: Angst vor Inflation - Wie reagieren?

    Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

    "Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!