Der Winter hat den Freistaat weiter fest im Griff: Bis zu minus 7 Grad hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den heutigen Dreikönigstag vorhergesagt. Von Nordwesten her müsse mit leichtem Schneefall und Glätte gerechnet werden. Nur im Südosten Bayerns zeigt sich die Sonne, ansonsten ist es tagsüber vorwiegend bedeckt.
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Zum Schulstart: Zugausfälle in Oberfranken
Die frostigen Temperaturen wirken sich auch auf den Zugverkehr aus. Beim Bahnanbieter Agilis gibt es nach Unternehmensangaben Zugausfälle wegen Störungen bei den Heizanlagen sowie Motordefekte bei Triebfahrzeugen. Deswegen würden auf mehreren Strecken vor allem in Oberfranken vorübergehend Busse eingesetzt. Der Schienenersatzverkehr komme insofern auch zum Schulbeginn nach den Weihnachtsferien am Mittwoch zum Einsatz.
Betroffen sind Verbindungen mit Halt in Bayreuth, Coburg, Hof, Bamberg, Marktredwitz, Forchheim, Selb sowie in Weiden in der Oberpfalz. Nähere Informationen hierzu gibt es auf der Agilis-Homepage. In der Betriebswerkstatt in Marktredwitz werde mit Hochdruck und in Sonderschichten daran gearbeitet, die Züge wieder flottzubekommen, teilte das Unternehmen mit.
Bis zu minus 17 Grad in der Nacht erwartet
In der Nacht zum morgigen Mittwoch könnten die Temperatur laut DWD in höheren Lagen sogar auf minus 17 Grad sinken. Am Mittwochvormittag sollen sich Schnee und Glätte auch auf den Süden Bayerns ausbreiten. "Im Süden und in den ostdeutschen Mittelgebirgen muss man sich erneut auf strengen Frost, also Tiefstwerte deutlich unter minus 10 Grad einstellen", erklärt DWD-Meteorologe Tobias Reinartz. Der Schneefall breitet sich in der Nacht zum Donnerstag in abgeschwächter Form auf weite Teile des Landes aus.
In der Nacht zum Freitag wird es stürmisch
Von Donnerstag an wird es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) dann "spannend": Über dem Atlantik formiert sich ein Tief, das sich zu einem Sturmtief verstärkt. Während es sich Donnerstagfrüh noch westlich von Irland befindet, soll es Freitagfrüh bereits über den Niederlanden liegen.
Anschließend zieht es nach aktuellem Stand über die nördliche Mitte Deutschlands ostwärts hinweg. "Damit verbunden ist ab der Nacht zum Freitag ein in Böen stürmischer Wind", so der Meteorologe. Das gilt sowohl auf der Südseite des Tiefs, also in der Mitte und im Süden Deutschlands, als auch an den Küsten.
Vorsicht vor Glätte: Zum Wochenende hin setzt Tauwetter ein
"Außerdem greifen bereits im Laufe des Donnerstags teils kräftige Niederschläge auf den Südwesten und Westen über", sagt der Meteorologe. "Während im Norden nach aktuellem Stand dabei durchweg Schnee fällt, geht ansonsten der anfängliche Schneefall zunehmend in zum Teil gefrierenden Regen mit Glatteisbildung über."
Heißt: Vor allem Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer müssen besonders vorsichtig sein. Bei erwarteten Höchstwerten am Freitag von 5 bis 9 Grad im Süden und Südwesten ist im Bergland mit Tauwetter zu rechnen. "Natürlich gibt es noch einige Unsicherheiten bei der genauen Entwicklung, es sieht aber definitiv so aus, als ob da etwas im Busch steckt", prophezeit Meteorologe Reinartz.
Mit Informationen von dpa
Grafik: So entsteht gefährliche Glätte
Gefährliche Glätte
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