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Lufthansa-Piloten streiken Donnerstag und Freitag

Lufthansa-Piloten streiken Donnerstag und Freitag

Bei der Lufthansa steht der nächste Streik der Piloten bevor. Die Vereinigung Cockpit hat die Beschäftigten aufgerufen, am Donnerstag und Freitag die Arbeit niederzulegen. Flüge aus Krisengebieten im Nahen Osten sollen jedoch stattfinden.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Passagiere der Lufthansa und ihrer Tochter Cityline müssen sich am Donnerstag und Freitag auf Flugstreichungen und -verspätungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) rief am Dienstag zu zweitägigen Streiks bei der Kernmarke Lufthansa, ihrer Frachttochter Cargo sowie bei Cityline auf. Die Pilotinnen und Piloten sollen von Donnerstag um 00.01 Uhr bis Freitag um 23.59 Uhr die Arbeit niederlegen. Die Lufthansa kritisierte die "sehr kurzfristige Ankündigung" als "extrem hart und unverhältnismäßig".

Bereits am 12. Februar hatten die Cockpitbesatzungen bei der Lufthansa gestreikt. Laut dem Unternehmen mussten 800 Flüge annulliert werden, rund 100.000 Passagiere waren betroffen

Lufthansa-Flüge aus Krisengebieten finden statt

Flüge aus aktuellen Krisengebieten im Nahen Osten seien von den Streikmaßnahmen nicht betroffen, betonte VC am Dienstag. Auch Flüge aus Deutschland in den Nahen Osten würden nicht bestreikt. Das betreffe die Ziele Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. 

Hintergrund des Streiks bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ist eine Auseinandersetzung um die betriebliche Altersvorsorge. Die VC-Mitglieder hatten sich bereits im September mit großer Mehrheit für den Arbeitskampf ausgesprochen. Die Gewerkschaft wollte anschließend aber noch einmal das Gespräch mit der Unternehmensführung suchen. 

Gewerkschaft Cockpit sieht keine Bewegung im Tarifstreit

Sie kritisierte am Dienstag, auch nach dem Streik am 12. Februar habe der Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. "Es hilft nicht, wenn die Gegenseite nur Gesprächsbereitschaft signalisiert, aber nicht über substanzielle Verbesserungen der betrieblichen Altersversorgung sprechen möchte", erklärte VC-Präsident Andreas Pinheiro. "Jetzt reden wir erst weiter, wenn ein verhandlungsfähiges Angebot vorliegt", kündigte der Sprecher der Tarifkommission, Arne Karstens, an. 

Bei der Lufthansa Cityline streiten Gewerkschaft und Geschäftsführung über einen neuen Vergütungstarifvertrag. Auch hier liege kein "tragfähiges" Angebot vor, erklärte die Gewerkschaft. Das Angebot des Arbeitgebers sei "nicht annehmbar". 

Vom Streik betroffene Passagiere werden informiert

Die Lufthansa erklärte, tragfähige Lösungen könnten nur im Dialog gefunden werden; Streiks müssten stets das letzte Mittel bleiben. "Wir sind weiterhin zu Gesprächen bereit und fordern die Gewerkschaft deshalb dazu auf, den Dialog mit uns wieder aufzunehmen", erklärte ein Unternehmenssprecher.

Nach Angaben der Lufthansa werden Kundinnen und Kunden automatisch von der Airline benachrichtigt, falls ihr Flug betroffen ist. Das Unternehmen werde versuchen, "so viele Flüge wie möglich von anderen Airlines der Lufthansa Group übernehmen zu lassen". 

Mit Informationen von AFP

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