Lufthansa-Maschinen am Münchener Flughafen.
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Die Lufthansa-Gruppe will sich Anfang kommenden Jahres eine neue Organisationsstruktur geben. (Symbolbild)
Bildrechte: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer
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Mehr Macht für die Zentrale: Lufthansa will effizienter werden

Mehr Macht für die Zentrale: Lufthansa will effizienter werden

Die Lufthansa-Gruppe will sich Anfang kommenden Jahres eine neue Organisationsstruktur geben. Ziel ist mehr Effizienz für die sogenannten Netzwerk-Airlines des Konzerns. Insider bestätigten BR24 einen entsprechenden Bericht des Handelsblatts.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Trotz schwächelnder Konjunktur ist die Nachfrage nach Flugreisen offenbar ungebrochen. Bei der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen berichtete der Lufthansa-Konzern von einer hohen Auslastung seiner Maschinen. Allerdings hat Deutschlands größte Airline-Gruppe Probleme, diese hohe Nachfrage auch in Gewinne umzumünzen.

So meldete der Konzern für seine sogenannten Netzwerk-Töchter Lufthansa Airlines, Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines für das erste Halbjahr einen operativen Verlust. Die wichtigsten europäischen Konkurrenten IAG (British Airways und Iberia) und Air France-KLM erwirtschafteten dagegen Gewinne.

Mehr Macht für die Zentrale

Nach einem internen Schreiben des Lufthansa-Konzerns soll nun das Hauptquartier in Frankfurt mehr Macht erhalten. Die Netzwerk-Airlines sollen dafür zentrale Aufgaben, wie die Steuerung des Angebots, des Netzes und des Vertriebs, an den Konzern abgeben. Dazu gehört zum Beispiel die Auslastung der Drehkreuz-Flughäfen, wie Frankfurt und München.

Die Marken der jeweiligen Fluggesellschaften sollen zwar erhalten bleiben, deren Management soll aber nur noch für das direkte Produkt rund um den Flug zuständig sein. Dazu gehört zum Beispiel das Catering, wo Lufthansa verstärkt auf regionale Rezepte setzt.

Lufthansa will Premium-Anspruch gerecht werden

Ein zentraler Punkt in der künftigen Lufthansa-Strategie ist ein deutlich verbessertes Kundenerlebnis. In der Vergangenheit gab es massive Kritik an der Zuverlässigkeit von Deutschlands größter Fluggesellschaft. Viel beklagte Ärgernisse waren ausgefallene und verspätete Flüge, verschludertes Gepäck und ein veraltetes Bordprodukt bei gleichzeitig hohen Preisen und einem selbst erklärten Premium-Anspruch.

Entsprechend liegt eine wichtige Kennzahl seit Jahren unter den selbst gesteckten Zielen: Der sogenannte Net Promoter Score, kurz NPS. Er besagt, wie viele Prozent der Kunden ein Produkt oder einen Dienstleister weiterempfehlen würden. Hier lag der Wert bei Lufthansa 2023 unter 30 Prozent. Inzwischen ist der NPS wieder über die Marke von 40 gestiegen, Ziel sind mehr als 50.

Auf weitere Besserung hofft man durch die neue Kabinenausrüstung namens "Allegris" mit modernen Sitzen. Bei der Lufthansa heißt es, die Resonanz der Kundschaft sei hervorragend. Darüber hinaus arbeitet man unter dem Projektnamen "Fox" an einem neuen Servicekonzept an Bord. Es soll im kommenden Jahr eingeführt werden. Dann wird die Lufthansa 100 Jahre alt.

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