An einer Zapfsäule an einer Tankstelle hängen die Tankschläuche der Kraftstoffe Superbenzin (l-r), Super E10 und Diesel.
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Die Spritpreise waren auch im Juni wieder Inflationstreiber.
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Die Spritpreise waren auch im Juni wieder Inflationstreiber.

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Nach Preisschock im Frühjahr: Inflation auf dem Rückzug

Nach Preisschock im Frühjahr: Inflation auf dem Rückzug

Der Krieg zwischen USA/Israel und Iran hat einen weltweiten Preisschock ausgelöst. In Deutschland stieg die Inflationsrate im April auf 2,9 Prozent. Im Juni ist sie wieder auf 2,3 Prozent zurückgegangen. Trotzdem gibt es noch keine Entwarnung.

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Die Verbraucherpreise steigen erfreulicherweise nicht weiter an. Das Statistische Bundesamt hat die Juni-Rate mit überraschend niedrigen 2,3 Prozent geschätzt. Trotz des deutlichen Rückgangs in den vergangenen zwei Monaten – eine Entwarnung ist noch nicht möglich: An den Tankstellen hat der Tankrabatt von 17 Cent je Liter die Preise drei Monate lang künstlich gesenkt. Und zwischen den USA und Iran wird noch immer um eine friedliche Lösung gerungen. Ein Abkommen, auf das die ganze Welt wartet, ist nicht unterschrieben.

Inflationsrate im Juni: Bayern im Mittelfeld der Bundesländer

Die Lage hat sich bundesweit entspannt. Regionale Unterschiede sind nichts Ungewöhnliches. Am stärksten ging die Teuerung in Berlin zurück. In der Bundeshauptstadt sank sie von 2,8 Prozent im Mai auf nur noch 2,2 Prozent. Die niedrigsten Juni-Raten melden Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg mit jeweils 2,1 Prozent. Bayern findet sich mit einem leichten Rückgang von 2,6 auf 2,5 Prozent im Mittelfeld.

Tanken wurde im Jahresvergleich teurer

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich diesen Juni Tanken deutlich verteuert: nach Berechnungen des Bayerischen Landesamtes für Statistik in Fürth um 14,1 Prozent. Das ist eindeutig eine unmittelbare Folge des Krieges USA/Israel gegen Iran, der Ende Februar ausgebrochen ist. In einem ersten Preisschock hatte sich der Rohölpreis auf über 110 Dollar das Barrel verteuert. Mittlerweile ist er auf rund 74 Dollar zurückgegangen.

An den Tankstellen verbilligte sich der Liter im Juni gegenüber dem Vormonat um 3,1 Prozent. Der Liter Super E10 liegt bei 1,81 Euro. Inwieweit der Tankrabatt bis zu seinem Auslaufen Ende Juni dabei geholfen hat, wird sich erst Ende Juli bei der nächsten Inflationsschätzung zeigen.

Auf längere Sicht sind die Kosten für fossile Energien massiv gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes Bayern hat sich Heizöl seit 2020 um bis zu 120 Prozent verteuert. Damals kostete der Liter rund 50 Cent, aktuell bis zu 1,20 Euro.

Butterpreis auf dem Rückzug

2023 und 2024 schlug der Butterpreis unglaubliche Kapriolen. Das Viertelpfund verteuerte sich auf drei bis vier Euro. Die Butter schaffte es auf die Titelseiten der Boulevardpresse, sie bestimmte die Gespräche im Alltag der Menschen. Doch das ist vorbei: Laut den Fürther Statistikern sank der Preis binnen Jahresfrist um 27 Prozent. Seit Monaten locken Supermärkte und Discounter die Kunden mit auffällig rot markierten Butterpreisen von einem Euro bis 1,25 Euro an. Auf die Inflationsrate wirkt sich das kaum aus. Im sogenannten Warenkorb macht Butter bescheidene 0,2 Prozent aus.

EZB für weitere Zinserhöhungen offen

Auch wenn die Inflation im Juni an Dynamik verloren hat, so bleibt sie doch über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Wegen des Krieges am Persischen Golf hatte die EZB am 11. Juni erstmals seit drei Jahren ihren wichtigsten Zinssatz auf 2,25 Prozent angehoben. Weitere Erhöhungen könnten folgen, glaubt Bundesbank-Präsident Joachim Nagel. Er wollte sie in einem Interview mit dem US-Sender CNBC nicht ausschließen. EZB-Chefin Christine Lagarde dagegen sieht keinen dringenden Anlass zu handeln.

Für Häuslebauer und Immobilienkäufer ist das eine schlechte Entwicklung. Die Darlehenszinsen sind gestiegen und bewegen sich aktuell in einer Spanne zwischen 3,5 und 4,2 Prozent. Die Sparer dagegen dürfen sich, sofern sie Neukunden sind, über höhere Zinsen von bis zu 3,5 Prozent freuen. Die Sätze variieren allerdings von Bank zu Bank sehr stark. Vergleichen lohnt sich, sagen Verbraucherschützer.

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