Unterschiedliche Figuren stehen während der Neuheitenschau der Spielwarenmesse am Stand von Playmobil.
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Playmobilfiguren bei einer Neuheitenschau während der Spielwarenmesse
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Vermeintliche Playmobil-Stellenanzeigen sorgen für Verwirrung

Vermeintliche Playmobil-Stellenanzeigen sorgen für Verwirrung

Für Verwirrung beim Betriebsrat und den Beschäftigten von Playmobil haben vermeintliche Stellenanzeigen gesorgt. Gesucht wurden Leiharbeiter für einen Betrieb in Dietenhofen – für einen Kunden, der "zu den größten Spielwarenherstellern" zählen soll.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Vermeintliche Stellenausschreibungen für Leiharbeiter haben für Verwirrung und Irritationen bei den Beschäftigten im Playmobil-Werk in Dietenhofen im Landkreis Ansbach gesorgt. Denn: Der Playmobil-Hersteller, die Horst-Brandstätter Group, hatte mehrfach bestätigt, dass die Produktion der Spielfiguren in Dietenhofen zum 30. Juni beendet werden soll.

Wie es zu der Stellenanzeige kam ist unklar. Playmobil teilte am Montag auf BR-Anfrage schriftlich mit, dass mit Sicherheit ausgeschlossen werden könne, "dass die von Ihnen erwähnte Stellenanzeige von unserem Unternehmen stammt. Entsprechend handelt es sich nicht um eine Ausschreibung für das Playmobil-Werk."

Neue Leiharbeiter für Werk, das schließen soll?

Die Verwirrung entstand, weil ein Personaldienstleister aus Nürnberg anscheinend nach neuen Mitarbeitern für Playmobil gesucht hatte – obwohl 350 Playmobil-Beschäftigte ihre Jobs bis Ende Juni verlieren. Auf den Seiten der Arbeitsagentur waren Jobs für Produktionsmitarbeiter, Produktionshelfer und Lagerhelfer in Dietenhofen ausgeschrieben – für einen Kunden, der "zu den größten Herstellern von Spielwaren" zähle. In Aussicht gestellt wurde eine, so wörtlich, "langfristige Tätigkeit mit der Option zur Übernahme".

Playmobil-Betriebsrat und Personal irritiert - Unternehmen widerspricht

Der Playmobil-Betriebsrat am Standort Dietenhofen reagierte auf BR-Nachfrage irritiert. Es gebe in Dietenhofen nur einen Spielzeughersteller: Playmobil. Nachfragen beim Arbeitgeber, der Horst Brandstätter Group, hätten nicht klären können, was es mit den Stellenausschreibungen auf sich habe. Der Vorgang "frustriert mich sehr", sagte der Betriebsratsvorsitzenden Michael Ulbrich dem BR. Die Horst Brandstätter Group stellt ihre Sicht der Dinge klar: Der Betriebsrat habe nach seiner Anfrage "unmittelbar die klare Rückmeldung“ bekommen, dass die genannten Stellenanzeigen „nicht von uns stammen“.

Technischer Fehler als Ursache für Stellenangebote möglich

Mittlerweile sind die Stellenanzeigen, die auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit eingestellt wurden, wieder gelöscht. Der Nürnberger Personaldienstleister dementierte, Arbeiter für Playmobil zu suchen oder zuletzt gesucht zu haben. Man stehe bereits seit Jahren in keinem Geschäftsverhältnis mehr mit einem in Dietenhofen ansässigen Spielwarenhersteller. Wie die Stellenanzeigen online gegangen sind, könne man sich bislang nicht erklären. Nicht auszuschließen sei, dass es etwa einen technischen Fehler gegeben haben könnte.

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