Ein Mann tankt an einer Tankstelle ein Auto.
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Warum Tanken gerade teurer ist - und Tipps zum Sparen

Warum Tanken gerade teurer ist - und Tipps zum Sparen

Diesel und Benzin wurden zum Jahreswechsel teurer. Im Schnitt stiegen die Preise an der Zapfsäule laut Bundeskartellamt um 9 Cent je Liter. Im bundesweiten Vergleich war Südostbayern 2025 eine der teuersten Regionen. Einige Tipps zum Sparen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Treibende Kräfte zum Jahreswechsel sind die höheren CO2-Preise und die sogenannte THG-Quote. Mit dieser Treibhausminderungsquote werden Mineralölunternehmen verpflichtet, den CO2-Ausstoß ihrer Kraftstoffe zu reduzieren. Das Bundeskartellamt will genau prüfen, ob und wie fair diese gesetzlich verordneten Preiserhöhungen an die Autofahrer weitergegeben werden.

Preise stiegen schon vor Weihnachten

Nach Beobachtungen der Bonner Wettbewerbsbehörde stiegen die Preise schon in den Tagen von Weihnachten bis Silvester um rund 4 Cent je Liter. In den ersten fünf Tagen des Jahres haben sich dann Super E5 und Diesel nochmals um rund 5 Cent je Liter verteuert.

Die Bonner Behörde fordert alle Autofahrer auf, weiterhin die Preise zu vergleichen. Je preissensibler die Kunden, desto größer werde der Wettbewerbsdruck auf die Mineralölkonzerne, heißt es im Bericht.

Südostbayern am teuersten

Die regionalen Preisunterschiede waren enorm. Besonders günstig konnten die Autofahrer in Berlin und Umgebung, in Teilen Baden-Württembergs und Nordrhein-Westfalens E5 tanken. Besonders teuer war es dagegen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und auf Bayern bezogen im Südosten des Freistaates - also die Region entlang der Alpen über den Chiemsee bis hin zum Grenzgebiet bei Salzburg. Hier kostete der Liter E5 im Jahresschnitt 1,78 bis 1,79 Euro. Auf den gesamten Freistaat bezogen gibt es keinen einheitlichen Trend. Nordbayern und Schwaben gehörten mit Preisen zwischen 1,70 und 1,73 zu den günstigen Regionen.

Das Kartellamt betont, dass es auch in teuren Regionen deutlich günstigere Tankstellen gibt und umgekehrt. Die Suche lohnt sich.

Bildrechte: Grafik: BR; Datenquelle: Bundeskartellamt
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Die Spritpreise in Bayern waren vergangenes Jahr je nach Region sehr unterschiedlich. Die Karte zeigt die Durchschnittspreise pro Liter in 2025.

Ein Umweg zum Tanken kann sich lohnen

Autobahntankstellen sind teuer – das ist allgemein bekannt. Im vergangenen Jahr kostete der Liter E5 dort 2,18 Euro, der Liter Diesel 2,03 Euro. Was nicht jeder weiß: Sie sind in den vergangenen Jahren immer teurer geworden.

Im Jahr 2023 lag bei E5 der Preisunterschied zu Tankstellen abseits der Autobahn bei 38 Cent pro Liter. Mittlerweile ist er auf 45 Cent geklettert. Diesel verteuerte sich in einer ähnlichen Größenordnung. Das Kartellamt rät zum Volltanken vor der Autobahnfahrt. Bei einer längeren Fahrt lohnt sich ein kleiner Umweg, um wieder vollzutanken.

Abends ist Tanken meist günstiger

Im Jahr 2014 änderten die Tankstellen ihre Preise im Schnitt vier bis fünf Mal. Zehn Jahre später gab es schon 20 Änderungen am Tag, mittlerweile sind es sogar 22. In Ballungsräumen wechseln wegen des engen Tankstellennetzes und wegen der schärferen Konkurrenz die Preisangaben viel häufiger als auf dem flachen Land.

Das Bundeskartellamt rät, die Preise mittels einer App zu vergleichen. Am Abend sind sie meist niedriger als im Verlauf des Tages

2025 sanken Spritpreise

Im vergangenen Jahr sind die Tankstellenpreise insgesamt gesunken, obwohl zu Jahresbeginn die CO2-Preise erhöht wurden. Nach Berechnungen der Marktransparenzstelle des Kartellamtes kostete E5 im Durchschnitt 1,74 Euro und Diesel 1,61 Euro je Liter. Damit waren beide Kraftstoffe im Vergleich zu 2024 rund 6 bzw. 4 Cent günstiger. Hauptgrund war der deutliche Rückgang der Barrelpreise an den Rohölmärkten.

Im Verlauf des Jahres gab es erhebliche Sprünge. Die US-Zollpolitik drückte die Preise im Frühjahr, die Eskalation des Nahostkonflikts im Sommer trieb sie wieder nach oben.

Grafik: So viel kostet Kraftstoff in Bayern

Dieser Artikel ist erstmals am 8. Januar 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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