(Symbolbild) Ein junger Mann bei der Musterung, ein Arzt misst seinen Blutdruck.
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(Symbolbild) So könnte eine Musterung ablaufen
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An vier bayerischen Standorten sollen Musterungen stattfinden

An vier bayerischen Standorten sollen Musterungen stattfinden

An vier bayerischen Standorten sollen bald Musterungszentren entstehen. Das Verteidigungsministerium hat sich für gut erreichbare Orte in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte entschieden. Und damit – so die Hoffnung – mit vielen Bewerbern.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Gut vier Monate nach Inkrafttreten der Wehrdienstreform hat das Bundesverteidigungsministerium (BMVG) die Standorte für die 24 Musterungszentren in ganz Deutschland festgelegt. In Bayern ist die Entscheidung auf Nürnberg, Regensburg, Kempten und Würzburg gefallen.

Mit diesem Schritt falle der Startschuss für den sukzessiven Aufbau der Kapazitäten, die für die flächendeckende Musterung ab Mitte 2027 gebraucht würden, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Um die Musterungen an zentralen und gut erreichbaren Orten ausführen zu können, seien externe Objekte angemietet worden.

Ministerium: Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte gewählt

Für die Standort-Entscheidungen wurden laut Ministerium aktuelle Daten der statistischen Bevölkerungsverteilung ausgewertet. Ziel war es demnach, gezielt Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und einem potenziell großen Bewerberaufkommen auszuwählen.

An 16 bereits bestehenden Standorten der Bundeswehr werden künftig moderne Musterungszentren eingerichtet, jeweils außerhalb der dortigen Bundeswehr-Liegenschaften. Dies betrifft die Städte Bonn, Dresden, Hamburg, Kassel, Kiel, Koblenz, Leipzig, Magdeburg, Neubrandenburg, Nürnberg, Oldenburg, Potsdam, Saarlouis, Schwerin, Ulm und Wiesbaden.

Darüber hinaus werden acht Musterungszentren in Bielefeld, Braunschweig, Dortmund, Jena, Kempten, Offenburg, Regensburg und Würzburg entstehen. Damit werden diese Städte künftig neue Standorte der Bundeswehr sein. Die Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Würzburg, Hülya Düber, (CSU) wertete die Entscheidung für Würzburg als "starkes Signal für unsere Region". Die Stadt spiele "eine wichtige Rolle in der Sicherheitsarchitektur Deutschlands".

Erstes Zentrum soll noch in diesem Jahr Arbeit aufnehmen

Alle Musterungszentren werden einem der bestehenden 15 Karrierecenter der Bundeswehr zugeordnet. In diesen Zentren wird die grundsätzliche Eignung von Bundeswehr-Anwärterinnen und -anwärtern geprüft. Dort findet neben Beratung und Betreuung für die Bewerbenden zusätzlich auch die umfassendere medizinische, körperliche, kognitive und psychische Eignungsprüfung für eine militärische oder zivile Laufbahn statt.

Für die einzelnen Musterungszentren werden jeweils rund 50 zivile Dienstposten bereitgestellt, wie das BMVG weiter mitteilte. Das erste Musterungszentrum wird voraussichtlich noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen.

Mit Informationen von dpa und AFP

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