Kroatiens Premier Andrej Plenkovic (l) begrüßt Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) bei ihrem Treffen.
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Kroatiens Premier Andrej Plenkovic (l) begrüßt Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) bei ihrem Treffen.
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Kroatiens Premier Andrej Plenkovic (l) begrüßt Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) bei ihrem Treffen.

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Bei "Freunden": Söder wirbt um Energie und Olympia-Unterstützung

Bei "Freunden": Söder wirbt um Energie und Olympia-Unterstützung

Es ist ein Kurzbesuch bei einem politischen Weggefährten: Zum dritten Mal in seiner Amtszeit ist Ministerpräsident Markus Söder zu Gast beim kroatischen Premierminister. Es geht um Freundschaft, Energie und Sport.

Über dieses Thema berichtet: BR24 im Radio am .

Andrej Plenkovic wartet in der Sonne auf dem Markusplatz auf seinen Gast, den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Plenkovic ist der kroatische Premierminister, der Markusplatz, um den es geht, liegt in der Oberstadt von Zagreb. Hier steht das Banuspalais, der Regierungssitz. Zum dritten Mal in dieser Amtszeit ist Söder zu Gast in Kroatien, seinen Gastgeber begrüßt er herzlich als "Freund". Dann schließen sich die Türen hinter den beiden Politikern zum Vier-Augen-Gespräch.

Kroatien und Bayern verbinden beste Beziehungen

Auf der Pressekonferenz im Anschluss berichtet Plenkovic von "einem sehr fruchtbaren Gespräch". Bayern und Kroatien pflegten "sehr gute Beziehungen". Die 115.000 Kroaten, die aktuell in Bayern leben, seien eine "sehr wichtige Brücke". 3,1 Millionen Deutsche würden jedes Jahr Urlaub in Kroatien machen, 40 Prozent davon aus Bayern. Plenkovic lobt die Wirtschaftsbeziehungen, die auf einem "hervorragenden Niveau seien". In Bayern werde ein Teil der Rüstungsgüter hergestellt, die Kroatien in Deutschland bestellt habe.

Söder bleibt hinter diesen Freundschaftsbekundungen nicht zurück. "Wir sind persönlich befreundet, unsere Länder sind befreundet, die Völker sind befreundet", so Söder.

Energie beherrschendes Thema bei Gesprächen

Söder wirbt seit langem für eine Pipeline von Kroatien nach Bayern. Er möchte den Freistaat unabhängiger machen von Energie aus dem Norden: Flüssiggas und Wasserstoff.

Nun wollen Bayern und Kroatien gemeinsam Tempo machen und den Druck auf die Europäische Union erhöhen. "Es braucht mehr Tempo in Europa und klar Vorfahrt für Energie", sagte Söder. Die Planungsprozesse müssten schneller gehen, er werde darauf sowohl in Berlin als auch in Brüssel drängen. Kroatien hat laut Plenkovic mehr Flüssiggas, als Kroatien selbst braucht. Man würde den Rest gern an Bayern weiterverkaufen. Auf Nachfrage sagte Söder, in zwei bis drei Jahren solle mit der Pipeline begonnen werden.

Unterstützung für Münchens Olympia-Bewerbung

Seinen Besuch nutzte Söder auch, um für die Olympia-Bewerbung Münchens zu werben. "Wir suchen überall Verbündete und Freunde", sagte Söder. Plenkovic sagte ihm Unterstützung zu. Man werde den Freistaat auf jede mögliche Unterstützung zukommen lassen. Wenn die Olympischen Spiele nach München kämen, könnten ja auch sehr viele Kroaten in den Freistaat kommen. Tatsächlich entscheidet aber das Internationale Olympische Komitee darüber, wer die Spiele bekommt.

Verzögerung wegen Elektronikfehler am Flugzeug

Als Söder und die Delegation nach dem Besuch nach München zurückfliegen wollen, bringt eine Panne den Zeitplan durcheinander: Der Pilot muss wegen einer Warnmeldung den Start abbrechen. Fehler am Triebwerk. Nach einem weiteren Test ist klar, dass eine Ersatzmaschine kommen muss. Zwar geht der Pilot von einem Elektronik-Fehler aus, das ändere aber an der Lage nichts, sagte er BR24. "Mit so einem Fehler geht man nicht in die Luft, auch wenn man sicher ist, dass nichts ist." Die Maschine landet dann am Freitagabend mit zweieinhalbstündiger Verspätung in München.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Andrej Plenkovic.
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Andrej Plenkovic.

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