Verdi-Flaggen zum Warnstreik
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Bus-Notfahrplan in Bayreuth – Warnstreik auch in Bamberg

Bus-Notfahrplan in Bayreuth – Warnstreik auch in Bamberg

Die Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr dauern auch in Oberfranken weiter an. In Bayreuth ist der Stadtbusverkehr am Freitag und Samstag betroffen. Auch in Bamberg wird gestreikt.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Die Gewerkschaft Verdi hat weitere Streiks im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Am Freitag und Samstag ist der Busverkehr in Bayreuth und Bamberg betroffen. Die Kommunen reagieren mit einem Notfahrplan.

Durch Partnerunternehmen kann am Freitag in Bayreuth knapp die Hälfte des Fahrplanangebots aufrechterhalten bleiben, teilten die Stadtwerke mit. Am Samstag fallen allerdings deutlich mehr Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aus. In Bamberg befinden sich die Beschäftigten in der Werkstatt und der Wagenpflege der Stadtwerke bereits seit Mittwoch im Ausstand. Sie sollen noch bis einschließlich Samstag die Arbeit niederlegen, so Verdi. Für Freitag ist eine Demonstration mit Kundgebung in Bayreuth geplant.

Stadtwerke beklagen Millionendefizit

In einer Mitteilung der Stadtwerke Bayreuth betonte Geschäftsführer Markus Rützel, dass die Gewerkschaftsforderungen wirtschaftlich nicht stemmbar seien. Die Personalkosten im Verkehrsbetrieb würden um 25 Prozent steigen, die Mehrkosten lägen dann bei 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Das jährliche Defizit im Stadtbusverkehr würde so auf 5,5 Millionen Euro anwachsen. "Das sind Fakten, die am Verhandlungstisch nicht ausgeblendet werden dürfen. Es geht damit auch um die Zukunft eines leistungsfähigen ÖPNV, der mit dieser Forderung mehr als auf der Kippe steht", so Rützel. Er hofft auf eine Einigung bei der nächsten Verhandlungsrunde am 15. April.

Gewerkschaft fordert weniger Wochenarbeitszeit

Verdi fordert für die Beschäftigten des ÖPNV eine Entgelterhöhung um insgesamt 550 Euro in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Auch soll die wöchentliche Arbeitszeit reduziert werden.

Mit den Arbeitsniederlegungen will Verdi den Druck auf die erneute Tarifrunde erhöhen. Maßstab sind Tarifeinigungen in anderen Bundesländern. Dort seien deutliche Entlastungen für Beschäftigte vereinbart worden wie maximale Schichtlängen und Mindest-Ruhezeiten, sagte Branchenkoordinatorin Katharina Wagner. 

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