Lange Eiszapfen hängen an einer vereisten Felswand.
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Lange Eiszapfen hängen an einer vereisten Felswand. (Symbolbild)
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Sechsjähriges Kind unter Eiszapfen begraben und schwer verletzt

Sechsjähriges Kind unter Eiszapfen begraben und schwer verletzt

In Flintsbach am Inn wurde ein sechsjähriges Kind von einem herabstürzenden Eiszapfen am Arzmoos-Wasserfall schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber brachte das Kind in ein Krankenhaus. Die Polizei warnt vor der Gefahr instabiler Eisformationen.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Im oberbayerischen Flintsbach am Inn ist am Wochenende ein sechsjähriges Kind an einem gefrorenen Wasserfall von einem herabstürzenden Eiszapfen schwer verletzt worden. Die Polizei warnt eindringlich davor, sich gefrorenen Wasserfällen zu nähern, die Stabilität von Eisformationen sei demnach derzeit kaum einschätzbar.

Menschengroßer Eisbrocken begräbt Kind unter sich

Nach Polizeiangaben hatte eine Familie aus Rosenheim am Sonntagnachmittag einen Ausflug zum Arzmoos-Wasserfall unternommen, der derzeit vollständig gefroren ist. Als sich das Kind dem Eisgebilde näherte, brach ein Eisbrocken von der Größe eines Menschen ab, traf das Kind und begrub es unter sich. Die Eltern konnten ihr Kind befreien und setzten einen Notruf ab.

Der Rettungshubschrauber Christoph brachte das schwer verletzte Kind in die Unfallklinik Murnau. Ein Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreute die Eltern. An dem Einsatz waren rund 20 Kräfte der Bergwacht Brannenburg, vier Notärzte sowie zwei Polizeibergführer beteiligt.

Eiszapfen brach wahrscheinlich wegen Eigengewicht ab

Die Ermittler gehen von einem Unfallgeschehen aus. Vermutlich war der Eiszapfen aufgrund seines Eigengewichts abgebrochen. "Nach jetzigem Ermittlungsstand ist ein Fremdverschulden für das Lösen des Eiszapfens auszuschließen", so die Ermittler.

Polizei: derzeit große Vorsicht in Umgebung von Wasserfällen geboten

"Das Kind hatte großes Glück", betonten die Beamten der Grenzpolizeiinspektion Raubling. Die gute und schnelle Erstversorgung habe Schlimmeres verhindert. Sie mahnten in der Umgebung von Wasserfällen zu großer Vorsicht. Bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen sei die Festigkeit gefrorener Eisgebilde schwierig einzuschätzen.

Mit Informationen von dpa

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