(Archivbild) Demo-Plakate, auf denen steht: "Wie wärs mit PRÜFen und gute Politik machen?" und "Demokratische Parteien, macht endlich euren Job!".
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(Archivbild) Mit Plakaten und Musik gingen am Samstag in München rund 2.000 Menschen für die "PRÜF"-Kampagne auf die Straße.
Bildrechte: picture alliance / SZ Photo | Johannes Simon
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(Archivbild) Mit Plakaten und Musik gingen am Samstag in München rund 2.000 Menschen für die "PRÜF"-Kampagne auf die Straße.

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Demo in München fordert Verbotsprüfung rechtsextremer Parteien

Demo in München fordert Verbotsprüfung rechtsextremer Parteien

In München haben am Samstag bis zu 2.000 Menschen an der monatlichen "PRÜF"-Demo teilgenommen. Die bundesweite Kampagne fordert, dass rechtsextreme Parteien vom Bundesverfassungsgericht auf ein Betätigungsverbot hin überprüft werden.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Bis zu 2.000 Menschen haben nach Polizeiangaben am Samstag in München für die Prüfung rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht demonstriert. Sie beteiligten sich an der bundesweiten "PRÜF"-Kampagne. Die Versammlung sei ohne besondere Vorkommnisse verlaufen, sagte eine Polizeisprecherin. Auch in anderen deutschen Städten fanden Demos statt: In Berlin waren es demnach rund 1.000 Teilnehmer, in Potsdam 800 beziehungsweise nach Veranstalterangaben 1.100, auch andernorts gab es Aktionen.

"PRÜF" steht Veranstalterangaben zufolge für "Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!". Die Veranstalter – in München die Sozialgenossenschaft "Bellevue di Monaco" (externer Link) – fordern die Prüfung von Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder als gesichert rechtsextrem eingestuft werden. Die "PRÜF-Demo" ist überparteilich. Seit Dezember findet sie in München einmal im Monat statt, jeweils am zweiten Samstag im Monat.

Monatliche "PRÜF-Demo": Fokus auf mögliches AfD-Verbotsverfahren

Ein Parteien-Prüfverfahren durch das Bundesverfassungsgericht können Bundesregierung, Bundestag oder Bundesrat beantragen. Karlsruhe prüft dann, ob die entsprechende Partei verfassungswidrige Ziele aktiv verfolgt und das Potenzial hat, sie zu erreichen – und dann gegebenenfalls zu verbieten ist.

Im Zentrum einer Verbotsdebatte steht die AfD. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte die Partei Anfang Mai vergangenen Jahres als "gesichert rechtsextremistische Bestrebung" eingestuft. Dagegen geht die AfD juristisch vor. Die Einstufung wurde im Februar vom Kölner Verwaltungsgericht per Beschluss in einem Eilverfahren ausgesetzt.

Große Demonstration gegen AfD in Sachsen-Anhalt

Anlässlich des Landesparteitags der AfD haben ebenfalls am Samstag Hunderte Demonstranten in Magdeburg gegen die Partei protestiert. Vor dem Tagungsgebäude versammelten sich nach Beobachtungen eines AFP-Reporters etliche Menschen mit Regenbogenfahnen und Transparenten, auf denen etwa "Nein zu Rassismus" und "Magdeburg für das AfD-Verbot" stand. Nach Angaben der Polizei fanden in ganz Magdeburg fünf Versammlungen und Demonstrationszüge mit insgesamt rund 650 Teilnehmenden statt.

Die AfD Sachsen-Anhalt will den zweitägigen Parteitag für die Erarbeitung ihres Wahlprogramms für die Landtagswahl im September nutzen. Die Partei hofft am 6. September auf die absolute Mehrheit und will erstmals selbst in einem Bundesland die Regierung bilden.

Mit Informationen von dpa und AFP

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