Eine Mehlschwalbe im Flug
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Die Mehlschwalbe ist mit fast der Hälfte der Stimmen an die Spitze der Wahl geflattert
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Die Mehlschwalbe ist mit fast der Hälfte der Stimmen an die Spitze der Wahl geflattert

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Die Mehlschwalbe ist Vogel des Jahres 2027

Die Mehlschwalbe ist Vogel des Jahres 2027

Die Mehlschwalbe wird Nachfolgerin des Rebhuhns als Vogel des Jahres. Bis Donnerstag konnte bundesweit abgestimmt werden – fast die Hälfte der Stimmen erhielt die Mehlschwalbe. Sie gilt laut Roter Liste bundesweit als gefährdet.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

An der öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV) und seines bundesweiten Partners NABU haben sich rund 148.000 Menschen beteiligt, mehr als 21.000 davon aus Bayern. Gewonnen hat die Mehlschwalbe, ins Rennen waren auch der Kolkrabe, die Wasseramsel, der Kranich und der Trauerschnäpper gegangen.

Die Mehlschwalbe erhielt fast die Hälfte, nämlich rund 45 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei folgt der Trauerschnäpper mit 22 Prozent, der Kolkrabe kam auf 15 Prozent, die Wasseramsel auf knapp elf Prozent. Auf dem letzten Platz landete der Kranich. Für ihn entschieden sich 6,5 Prozent der Wählenden.

Zugvogel in Abwesenheit gekürt

Die meisten Menschen, die sich bundesweit an der Wahl zum Vogel des Jahres 2027 beteiligt haben, entschieden sich damit für einen Zugvogel, der momentan im Süden überwintert. Mehlschwalben verbringen die kalte Jahreszeit in Afrika, südlich der Sahara. Erst Anfang April kommen sie zurück zu uns, um zu brüten. Sie gelten als Vorboten der warmen Jahreszeit.

Botschafterin für eine gute Nachbarschaft

Die Wahl zum Vogel des Jahres wirft ein Jahr lang ein Schlaglicht auf die gewählte Art und ihre Probleme. Mehlschwalben sind Insektenfresser und Gebäudebrüter, dadurch kämpfen sie mit zwei Herausforderungen: Zum einen steht ihnen durch Insektenschwund weniger Nahrung zur Verfügung. Zum anderen werden ihre Nistplätze etwa bei Gebäudesanierungen entfernt. Laut Roter Liste [externer Link] gilt die Mehlschwalbe bundesweit als gefährdet.

Die Mehlschwalbe war mit dem Slogan "Auf gute Nachbarschaft" ins Rennen um den Titel zum Vogel des Jahres 2027 gegangen. Denn als Gebäudebrüter lebt sie in unmittelbarer Nähe zum Menschen. Mehlschwalben sind etwa 14 Zentimeter groß und haben einen kurzen, leicht gegabelten Schwanz. Oberseite und Flügel sind schwarz, wobei Kopf und Rücken metallisch blau glänzen. Unterseite und Bürzel leuchten weiß wie Mehl – daher stammt auch ihr Name.

Eine Mehlschwalbe baut an ihrem Nest.
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Der Vogel des Jahres 2027

Mehlschwalben sind gesellig: Sie brüten in Kolonien und sind auch außerhalb der Brutzeit in großen Schwärmen anzutreffen. Sie bauen runde, nahezu geschlossene Lehmnester an Gebäuden unter Dach- oder Fassadenvorsprüngen und an Felswänden in Nischen. Ein solches Nest besteht aus bis zu 1.500 Lehmkügelchen, die die Schwalben in Pfützen sammeln. Die Stadt Landshut hat im Jahr 2024 zur Unterstützung der Mehlschwalben Kunstnester installiert - offenbar mit Erfolg.

Mehlschwalben brauchen Lehm und Insekten

"Helfen kann man dem neuen Jahresvogel, indem man seine Nester am Haus duldet", rät Franziska Back vom LBV. "Wer Mehlschwalben willkommen heißt, kann vom LBV die Plakette ,Schwalbenfreundliches Haus‘ erhalten." Lehmpfützen in Hof oder Garten bieten den Vögeln Baumaterial, ein insektenfreundlicher Garten lockt Nahrung für die schnellen Flitzer an.

Der Vogel des Jahres wurde in Deutschland erstmals 1971 gekürt. Seit 2021 wird er von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt. Die Mehlschwalbe war schon einmal Vogel des Jahres, nämlich im Jahr 1974.

Das waren die fünf Kandidaten der Wahl zum Vogel des Jahres 2027

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