Blaulicht eines Kampfmittelräumdienstes (Symbolbild)
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Donau-Niedrigwasser bringt Weltkriegsmunition zum Vorschein

Donau-Niedrigwasser bringt Weltkriegsmunition zum Vorschein

Durch den niedrigen Wasserstand der Donau kommen aktuell diverse Gegenstände ans Licht, die lange im Wasser verborgen waren. Darunter auch gefährliche Gegenstände aus dem Zweiten Weltkrieg. In Niederbayern gab es am Wochenende gleich mehrere Funde.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Das Niedrigwasser in der Donau hat in den vergangenen Tagen in Niederbayern gleich mehrfach Weltkriegsmunition ans Tageslicht befördert. Unter anderem wurde eine 50-Kilo-Fliegerbombe entdeckt, wie die Polizei jetzt mitgeteilt hat.

Fliegerbombenfund bei Fischerdorf

Die Bombe lag demnach am Donaudamm bei Fischerdorf im Landkreis Deggendorf. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Niederbayern war das verdächtige Objekt am Sonntagabend (16.8.) gegen 19.30 Uhr gemeldet worden. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes fanden heraus, dass es sich um eine deutsche 50-Kilogramm-Fliegerbombe ohne Zünder handelt. Die Bombe konnte deswegen mit Unterstützung der Feuerwehr gegen 23 Uhr gefahrlos abtransportiert werden.

Panzerfaust-Gefechtskopf bei Deggendorf

Bereits am Samstag (15.8.) hatte ein Sondengänger nicht weit entfernt in Deggendorf auf dem derzeit begehbaren Donaugrund einen Gefechtskopf einer Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Beamte der Wasserschutzpolizei verständigten daraufhin ein Sprengkommando, das die Munition beseitigte. Auch in diesem Fall habe aber keine Gefahr bestanden, da kein Zünder mehr vorhanden war, so die Polizei.

Ein weiterer Panzerfaust-Gefechtskopf kam am Sonntag (16.8.) in der Donau bei Mariaposching zum Vorschein. Wie die Polizei mitteilt, hatte ein Bürger einen entsprechenden Notruf abgesetzt. Er habe einen verdächtigen Gegenstand entdeckt, bei dem es sich nach einer Internet-Recherche um eine Panzerfaust handeln könnte. Eine Polizeistreife konnte diesen Verdacht dann bestätigen. Der Fundort wurde daraufhin abgesperrt, ein Sprengkommando nahm den gefährlichen Gegenstand mit.

Granatenfund bei Kelheim

Auch bei Kelheim musste am Wochenende der Kampfmittelräumdienst gerufen werden, nachdem am Sonntagvormittag ein Mann die Polizei über einen Granatenfund am Donauufer in der Nähe der Ortschaft Stausacker informiert hatte. Letztlich handelte es sich den Angaben zufolge um eine Gewehrgranate aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Kampfmittelräumdienst entschärfte sie vor Ort. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestand auch hier nicht.

Polizei mahnt zur Vorsicht

Aufgrund des derzeitigen Niedrigwassers können laut Polizei weitere derartige Funde nicht ausgeschlossen werden. Es wird deshalb eindringlich darauf hingewiesen, Kampfmittel keinesfalls zu berühren, zu bewegen oder mitzunehmen, sondern unverzüglich die Polizei zu verständigen.

2025 fast 100 Tonnen Kampfmittel beseitigt

Unterdessen hat Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine Bilanz zur Kampfmittelbeseitigung in Bayern im vergangenen Jahr vorgelegt. Demnach wurden 2025 rund 100 Tonnen an Weltkriegsbomben, Granaten und Munition beseitigt und entsorgt. Das waren 13 Tonnen mehr als im Jahr zuvor. 28 Blindgänger alliierter Spreng- und Splitterbomben wurden unschädlich gemacht. 2024 waren es 53. Die Kosten für die Beseitigung und Entsorgung trägt der Freistaat. 2025 wurden dafür laut der Mitteilung des Innenministeriums knapp 1,9 Millionen Euro eingesetzt.

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