Ein Windrad vor blauem Himmel und Sonne. (Symbolbild)
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Bundeswirtschaftsministerin Reiche plant Änderungen am EEG. Das könnte massive Auswirkungen auch auf Bürgerwindparks in Franken haben.
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Bundeswirtschaftsministerin Reiche plant Änderungen am EEG. Das könnte massive Auswirkungen auch auf Bürgerwindparks in Franken haben.

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EEG-Novelle: Bürgerenergieparks vor dem Aus?

EEG-Novelle: Bürgerenergieparks vor dem Aus?

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das könnte massive Auswirkungen auch auf Bürgerwindparks in Franken haben. Bürgermeister fürchten das Aus vieler geplanter Windkraftanlagen.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Wenn die Stromnetze überlastet sind, dann stehen Windräder still. Bisher bekommen die Betreiber in diesem Fall Ausgleichszahlungen. Die will Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bei künftigen Anlagen streichen. Bürgermeister Tobias Roppelt in Baunach im Landkreis Bamberg fürchtet, dass seine zwei geplanten Bürgerwindräder dann nicht mehr finanzierbar sind. Über 400.000 Euro hat die Stadt dafür bereits ausgegeben.

Millioneneinnahmen und Unabhängigkeit

Die Baugenehmigung ist schon da, mehrere teure Gutachten liegen vor. Es ist ein 30-Millionen-Euro-Projekt für den Ausbau erneuerbarer Energien, und Bürgermeister Roppelt will, dass sich das für seine Kommune auszahlt: "Wir reden in den nächsten Jahren von Millioneneinnahmen für die Stadtkasse, und ich bin beim Thema Windkraft unabhängig von irgendwelchen wirtschaftlichen Lagen, Gewerbesteuereinbrüchen, Pandemien oder Kriegen."

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Im Norden weht mehr Wind. Die durchschnittliche Standortgüte in Deutschland liegt bei etwa 78 Prozent.

Im Bürgerwindpark in Trabelsdorf, ebenfalls im Landkreis Bamberg, trifft sich der Bürgermeister von Baunach mit anderen Bürgermeistern aus der Region. Gemeinsam wollen sie Druck machen. Helmut Krämer ist einer der Initiatoren des Bürgermeister-Appells "Zusammen Erfolgreich Erneuerbar". Krämer sagt, die Kommunen würden nicht verstehen, warum der Ausbau der Windkraft nun wieder gestoppt werden sollte. "Sie sind nämlich aufgefordert worden, etwas zu tun für die Energiewende – sie haben sich teilweise gegen den Widerstand der Bevölkerung auf den Weg gemacht und haben Gebiete ausgewiesen, haben Projekte entwickelt. Und jetzt soll alles gestoppt werden, das versteht kein Mensch", sagt Krämer.

125 Windkraftanlagen in Nordbayern auf dem Prüfstand

In einem Brief hat sich Krämer daher an den Vorsitzenden der Fraktion von CDU und CSU im Bundestag, Jens Spahn, gewandt. Darin heißt es, in Bayern befänden sich 890 Windkraftanlagen im Genehmigungsverfahren. Die Gesetzesnovelle wäre das Aus für all diese Projekte. Auch in Nordbayern wären zahlreiche Anlagen betroffen. Krämer spricht von etwa 125 bereits genehmigten Anlagen, die nun auf dem Prüfstand stünden.

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In Südbayern soll es auch künftig weniger Windräder geben als im Norden des Freistaats.

Bürgermeister hofft, dass EEG-Novelle so nicht kommt

Krämer fürchtet ein Abwürgen der Energiewende und fordert einen zügigen Ausbau der Übertragungsnetze. Und Bürgermeister Roppelt erklärt: In Baunach sei man seit vier Jahren mit der Planung von zwei Bürgerwindanlagen beschäftigt. Nach einiger Überzeugungsarbeit hätten sich immerhin 20 Grundstückseigentümer bereit erklärt, ihre Flächen für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Die Pläne jetzt wieder zu ändern, sorge primär für Politikverdrossenheit. "Wir sind da, glaube ich, vorbildlich, indem wir gesagt haben, wir wollen das mit den Bürgern machen, nicht gegen den Bürger, und dann kommt die nächste Regierung und sagt: Wir machen alles wieder zurück und das gilt alles nicht mehr", klagt Roppelt.

Noch hofft der Bürgermeister, dass die vorgeschlagenen Änderungen der Bundeswirtschaftsministerin am Erneuerbare-Energien-Gesetz so nicht kommen werden.

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