Nach dem sonnigen Sonntag droht am Montag neues Wetterchaos. Von Westen her bringt Tief "Gunda" Schnee und später Regen, der bei eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden gefriert, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Folge sei "eine überregional unwetterartige Glatteis-Lage", sagte DWD-Meteorologe Oliver Reuter. Für Bayern und weitere Bundesländer gab der DWD eine Unwetterwarnung wegen Glatteis aus. Diese gilt ab Montagmorgen.
Kein Präsenzunterricht in Aschaffenburg und Kreis Miltenberg, Distanzunterricht in NRW und Niedersachsen
In Nordrhein-Westfalen bleiben die Schulen am Montag wegen der Glatteisgefahr im Distanzunterricht. Es werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte die Landesregierung mit. In weiten Teilen Niedersachsens fällt am Montag ebenfalls der Präsenzunterricht aus. Unter anderem die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover sagten den regulären Schulbetrieb wegen Glatteisgefahr ab.
Auch in Bayern fällt vereinzelt witterungsbedingt der Präsenzunterricht aus (externer Link zum Bayerischen Kultusministerium): In der Stadt und im Landkreis Aschaffenburg, sowie im Landkreis Miltenberg. In ganz Oberfranken endet der Präsenzunterricht heute um 13 Uhr. Eine Notbetreuung wird an den Schulen eingerichtet. In Unterfranken entfällt der Nachmittagsunterricht ebenfalls im Landkreis Rhön-Grabfeld.
ADAC rät, Auto stehen zu lassen
Der ADAC hat empfohlen, auf unnötige Autofahrten zu verzichten. Gerade bei Blitzeis solle man das Auto lieber stehenlassen, warnte ein ADAC-Sprecher.
Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) mahnte Deutschlands Autofahrer und Fußgänger allgemein weiter zu Vorsicht. Auch in den nächsten Tagen könne es zu Glatteis kommen, sagte er der "Bild"-Zeitung. "Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei." Mit Blick auf den bisherigen Verlauf der vergangenen Wintertage zeigte sich Schnieder erleichtert. "Wenn ich mir das gesamte Geschehen anschaue, muss ich sagen, es ist nicht ganz so schlimm gekommen, wie wir befürchtet haben."
Bayernkarte: Unwetterwarnungen des DWD
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert über Wetterlagen und gibt auch im Ernstfall amtliche Warnungen heraus. Abgestuft werden diese in vier Kategorien:
Stufe 1 (gelb, Wetterwarnung) / Stufe 2 (orange, Warnung vor markantem Wetter) / Stufe 3 (rot, Unwetterwarnung) / Stufe 4 (dunkelrot, Warnung vor extremem Unwetter) / Grün: Keine Warnung / Schraffiert: Vorab-Warnung
Bahn geht nicht von großen Problemen durch Glatteis aus
Die Deutsche Bahn rechnet für Montag nur mit kleineren Einschränkungen durch gefrierenden Regen. Es sei nicht davon auszugehen, dass es erneut so große Probleme wie am Freitag und Samstag geben könnte, sagte der Chef des für die Infrastruktur zuständigen Bahn-Unternehmens DB InfraGo, Philipp Nagl. Die Bahn hatte wegen Wintersturm "Elli" den Fernverkehr im Norden Deutschlands seit Freitag zeitweise komplett eingestellt.
Am Sonntagmittag fuhren rund zwei Drittel des Fernverkehrs der Deutschen Bahn in Norddeutschland wieder normal, wie Bahnchefin Evelyn Palla sagte. "Die großen Hauptachsen sind alle freigeräumt und befahrbar."
Glatteisgefahr bis Mittwoch
Regional kann es nach der DWD-Prognose vor allem in Bayern und im Osten noch bis in den Dienstag hinein gefrierenden Regen geben. "Am Mittwoch tagsüber hat sich der Winter so weit aus Deutschland verabschiedet und die Brechstange wieder eingepackt", sagte DWD-Meteorologe Oliver Reuter. Richtiges Winterwetter sei dann vorerst nicht mehr in Sicht.
Mit Informationen von dpa
Im Video: Winter in Bayern - Glatteis am Montag
Nach über zwei Jahren Pause durch schneearme Winter fahren seit Samstag die Lifte am Arnsberg in der unterfränkischen Rhön wieder.
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