Das Logo der Supermarktkette Feneberg
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Die Supermarktkette Feneberg besteht seit 1947 im Allgäu.
Bildrechte: picture alliance / CHROMORANGE | MICHAEL BIHLMAYER
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Feneberg-Insolvenz: REWE und LEH Allgäu sollen Märkte übernehmen

Feneberg-Insolvenz: REWE und LEH Allgäu sollen Märkte übernehmen

Für die Beschäftigten der insolventen Supermarktkette Feneberg gibt es neue Hoffnung: Zwei Investoren wollen einsteigen, die Marke soll weiterleben. Was das für Mitarbeitende und die Region bedeutet – und welche Hürden bleiben.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Für die Supermarktkette Feneberg im Allgäu zeichnet sich eine Zukunftsperspektive ab. Im Insolvenzverfahren hätten sich zwei Investoren gefunden: die REWE Group und eine Allgäuer Investorengruppe, die LEH Allgäu GmbH. Beide Unternehmen sollen nach derzeitigem Stand alle der über 70 Filialen sowie die Zentrale in Kempten übernehmen. Das haben die Insolvenzverwalter dem BR bestätigt. Für Feneberg arbeiten rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wer übernimmt was?

Nach den bisherigen Plänen solle rund die Hälfte der Feneberg-Märkte von der LEH Allgäu GmbH unter dem bekannten Namen "Feneberg" weitergeführt werden. Gleiches gelte für das regionale Markenprogramm "VonHier". Auch die Zentrale in Kempten würde an die Investorengruppe gehen. Die Firma sei eigenständig und unabhängig von der REWE Group. Die andere Hälfte der Filialen sowie die Landbäckerei Sinz in Durach solle von der REWE Group übernommen werden. Alle Feneberg-Tankstellen sollen ebenfalls weiter betrieben werden. Künftig führe sie ein Mineralölunternehmen. Welcher Anbieter das sein werde, stehe noch nicht fest.

Wie steht es um die Arbeitsplätze?

Nach Angaben der Beteiligten würden die Arbeitsplätze in den Märkten und ein Großteil der Jobs in der Zentrale erhalten bleiben. Auch die für Verwaltung und Logistik in Kempten nötige Belegschaft solle übernommen werden. Für die Mitarbeitenden in den Märkten, die zu REWE wechseln, sei vorgesehen, dass ihre bisherigen Arbeitsverträge unverändert fortgelten.

Familie Feneberg bliebe an Bord

Amelie Feneberg, bisher Geschäftsführerin der Feneberg Lebensmittel GmbH, solle in die Geschäftsführung der LEH Allgäu GmbH wechseln und Feneberg weiterhin mitlenken: "Wir als Familie Feneberg freuen uns, dass es für Feneberg weitergeht und die Marken Feneberg und 'VonHier' eine Zukunft haben", erklärt sie.

Hohe Schuldenlast

Die Allgäuer Supermarktkette kämpft seit Jahren mit einer hohen Schuldenlast. Hintergrund seien unter anderem hohe Pensionsrückstellungen und Darlehen. Die Rede sei von rund 200 Millionen Euro. Damit die jetzt vorgesehene Lösung komme, müsse ein Insolvenzplan beim Amtsgericht Kempten eingereicht und dort geprüft werden. Befürworte das Gericht den Plan, würde eine Gläubigerversammlung über die Annahme entscheiden. Außerdem sei die Zustimmung des Bundeskartellamts nötig.

Investoren versprechen Stabilität

Sanierungsgeschäftsführer Stephan Leibold betont, entscheidend sei nun, den Betrieb in den Märkten stabil zu halten, damit Kundinnen und Kunden weiter zuverlässig versorgt würden und die Teams in den Filialen Planungssicherheit erhielten. Alexander Pade von der LEH Allgäu bezeichnet die Vereinbarung als wichtigen Schritt, um die Feneberg-Standorte im Allgäu und in Süddeutschland zu sichern. Man wolle "eine langfristige und verlässliche Lösung schaffen, die die Nahversorgung stärkt, Arbeitsplätze erhält und den Menschen vor Ort Sicherheit bietet". REWE-Vorstand Peter Maly hebt hervor, die geplante Übernahme solle die Nahversorgung im Allgäu stärken und den Standorten neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen. Ziel sei eine verlässliche Perspektive für Beschäftigte und Region.

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