In Rehau im Landkreis Hof ist am Montag ein 23 Jahre alter Mann in einem Linienbus zusammengebrochen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Kurz zuvor hatte er an einer Vape gezogen, also an einer "E-Zigarette", bei der eine verdampfende Flüssigkeit eingeatmet wird. Ob dieses sogenannte Liquid für den Kollaps verantwortlich war, prüft nun die Polizei - womöglich waren darin verbotene, gefährliche Inhaltsstoffe.
Lebensgefährliche Substanzen
Womöglich hat der 23-Jährige ein sogenanntes "Baller Liquid" konsumiert. Dabei handelt es sich um illegale, künstlich hergestellte Substanzen mit erheblichen Gesundheitsrisiken. Diese synthetischen Cannabinoide können Herzrasen, Krampfanfälle Panikattacken und Psychosen auslösen, so die Polizei. Im schlimmsten Fall ist der Konsum lebensgefährlich.
"Baller-Liquids" sind in Oberfranken vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen verbreitet. Der Polizei zufolge sind die illegalen Substanzen auch unter den Namen "Zombie Liquid" und "Görke" bekannt.
Aufklärungskampagne soll vor Gefahren warnen
Erst Anfang Februar hat die oberfränkische Polizei eine neue Präventionskampagne zum Thema "Baller Liquids" (externer Link) vorgestellt. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte über die Gefahren zu informieren, die von den Stoffen ausgehen. Die mehrstufige Kampagne umfasst Informationsschreiben und eine Homepage für Eltern und Lehrer, Plakate mit QR-Codes an weiterführenden Schulen sowie Aufklärung durch Präventionsbeamte direkt im Unterricht. Flankierend werden auch Social-Media-Videos eingesetzt, um die Zielgruppen zu erreichen.
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!
