Ein großangelegter Polizeieinsatz sorgte wenige Stunden vor dem Champions-League-Spiel zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid in München für Aufsehen: Mehr als 500 Beamte von Zoll und Polizei kontrollierten nach 17 Uhr Gewerbebetriebe im Münchner Bahnhofsviertel. Im Fokus standen Geschäfte in der Landwehrstraße. Es handele sich um eine verdachtsunabhängige Prüfaktion unter Federführung des Zolls, hieß.
Gemeinsame Kontrolle von Zoll und Polizei
Mit der Aktion sollten Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung bekämpft werden. Geprüft wurden insbesondere Shisha-Bars, Friseurgeschäfte und andere Verkaufsbetriebe, insgesamt nach neuesten Angaben über 50 Objekte. Die Landwehrstraße wurde zwischen Sonnenstraße und Paul-Heyse-Straße gesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen.
Erste Bilanz: Hinweise auf Schwarzarbeit und weitere Delikte
Zwei Stunden nach Einsatzbeginn zogen Zoll und Polizei eine erste Zwischenbilanz. Demnach wurden Hinweise auf mutmaßliche Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung gefunden, die nun im Nachgang geprüft werden müssen. Zudem wurden illegale Tabakwaren und verbotene Hautaufhellercremes sichergestellt. In einem Geschäft beschlagnahmten Einsatzkräfte eine Schreckschusswaffe. In einem Fall wurde ein Verstoß gegen die Brandschutzverordnung festgestellt. Detailliertere Angaben sollen bis Donnerstagmittag vorliegen.
Großeinsatz mit langer Vorbereitung
Die verdachtsunabhängige Schwerpunktprüfaktion im schlagzeilenträchtigen Münchner Bahnhofsviertel wurde ein halbes Jahr vorbereitet. Von der Anzahl der beteiligten Beamten und der Vielzahl von Objekten her sei es der bislang größte Einsatz des Zolls, so ein Sprecher.
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