Die anhaltende Trockenheit hat offenbar dafür gesorgt, dass aus einer Heilquelle im Landkreis Kelheim kein Tropfen Wasser mehr fließt. Pfarrer Johannes Schuster fürchtet jetzt, dass auch die zweite Quelle, die er als Wasserreservoir benutzt, austrocknet. Und dann steht in einem Monat auch noch ein Jubiläumsfest mit Wallfahrern an.
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Heilige Quelle offenbar ausgetrocknet
"Die Quelle ist versiegt", heißt es auf einem Zettel, den Johannes Schuster auf den Quellstein an der Außenwand der Wallfahrtskirche Frauenbründl südlich von Bad Abbach gehängt hat. Besucher werden gebeten, weitere Zapfversuche zu unterlassen, denn dadurch sei der Zufluss zusätzlich beschädigt worden.
"Manche Abholer sind etwas rabiat", beklagte Schuster in der Mittelbayerischen Zeitung (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt). Die Reparatur sei teuer und kompliziert. Eine weitere Quelle im Innenhof der Eremitage versorge zudem den einzigen Bewohner, Pfarrer Schuster. Wenn diese auch noch versiege, heißt es, bekomme er Probleme.
Wasserwunder begründete Wallfahrt
Dabei will der Pfarrer, der seit 13 Jahren in Frauenbründl wohnt, am 20. September mit Wallfahrern ein großes Fest feiern: das Bründlfest. Auf der Website des niederbayerischen Marktes ist zu lesen: "Es ist einer der wichtigsten Festtage des Jahres des Eremitenmutterhauses, es ist der Patronatstag der Wallfahrtskirche zwischen Bad Abbach und dem Ortsteil Saalhaupt." Die malerisch am Waldrand gelegene Kirche besteht seit genau 300 Jahren.
Die Wallfahrtstradition geht auf "ein Wunder" im Jahr 1700 zurück. Demnach soll ein fast blinder Mann mit dem Quellwasser seine Augen gewaschen und damit sein Sehvermögen zurückgewonnen haben. Bad Abbach wirbt heute für den Besuch des Ortes wegen seiner "einzigartigen Verbindung von Natur und Spiritualität". "Besonders bemerkenswert ist eine Quelle an der Außenseite des Chors, der besondere Heilkräfte zugeschrieben werden", heißt es. Schon im 15. Jahrhundert seien Menschen mit Augenleiden zu der Quelle gepilgert.
Mit Material der KNA.
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