Sie ist eine Bekannte des Ex-Bauhof-Mitarbeiters der Stadt Kempten und seiner Frau und sie soll den beiden dabei geholfen haben, rund 1,9 Millionen Euro an Münzgeld aus Parkautomaten zu stehlen. Das Amtsgericht Kempten hat gegen die 33-Jährige per Strafbefehl eine achtmonatige Bewährungsstrafe wegen Geldwäsche verhängt. Außerdem muss die Frau einen mittleren fünfstelligen Betrag zurückzahlen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Kempten dem BR auf Anfrage mit.
Bekannte soll Münzgeld eingezahlt haben
Konkret soll die 33-Jährige im Auftrag des verurteilten Ehepaares gestohlenes Münzgeld aus den Parkautomaten bei der Bank eingezahlt haben. So sollten die häufigen Münzgeld-Einzahlungen weniger auffallen. Im Gegenzug hatte die Bekannte einen Anteil von zehn Prozent bekommen. Das hatte der Ex-Bauhof-Mitarbeiter vor Gericht so ausgesagt.
Gegen weitere Komplizin wird ermittelt
Mit der Bewährungsstrafe für die Bekannte ist der Fall juristisch aber immer noch nicht ganz abgeschlossen. Außer der 33-Jährigen sollen nämlich auch die Mutter und der Bruder der verurteilten Ehefrau geholfen haben, das gestohlene Geld bei den Banken einzuzahlen. Die Ermittlungen gegen den Bruder wurden wegen Verjährung inzwischen eingestellt. Die Ermittlungen gegen die Mutter wegen des Verdachts der Geldwäsche dauern laut Staatsanwaltschaft aber noch an.
Stadt Kempten will Parkautomaten umstellen
Anfang Mai hatte das Landgericht Kempten den 40-jährigen Ex-Mitarbeiter der Stadt und seine 39-jährige Frau wegen Diebstahls in 317 Fällen zu jeweils fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Stadt Kempten hat inzwischen angekündigt, ihre Parkautomaten umzustellen, so dass in Zukunft die Einnahmen digital erfasst werden. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt.
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