Aus Angst vor Monstern in seinem Zimmer hat sich ein neun Jahre alter Junge in Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz im Schnee unter einer Hecke versteckt und damit eine Vermisstensuche der Polizei ausgelöst. Die Mutter des Jungen hatte sich bei der Polizei gemeldet, nachdem ihr Sohn bei eisigen Temperaturen und Schneetreiben nicht von einem Besuch bei einem Freund nach Hause gekommen war, wie die Polizei mitteilte.
Gemeinsame Suche nach dem Jungen
Fünf Streifen der Polizei machten sich bei Dunkelheit auf die Suche, unterstützt von Beamten aus der Dienststelle und von Anwohnern, die durch Lautsprecherdurchsagen aufmerksam geworden waren. In enger Abstimmung mit der Polizei wurden über Chatgruppen und Messengerdienste Suchbereiche koordiniert und gezielt abgesucht. Spuren des Buben im Schnee halfen dabei, den Suchbereich einzugrenzen.
Letztlich wurde der Neunjährige gefunden: Er hatte sich unter einer Hecke in den Schnee eingegraben und versteckt. "Der war so gut getarnt, dass teilweise Kollegen zwei-, dreimal an dem Fundort vorbeigegangen sind", berichtet die Polizei dem BR. Als Grund dafür, warum er nicht heimgegangen war, gab der Neunjährige an, dass in seinem Zimmer Monster leben würden.
Polizisten gehen im Kinderzimmer auf Monsterjagd
Die Polizisten versprachen, diese zu entfernen, brachten den Jungen nach Hause und begaben sich dort auf Monsterjagd. Mithilfe von Spezialausrüstung, einem "Monsterscanner" – der für Nicht-Geisterjäger freilich aussah wie ein Kartenlesegerät – sowie einem "Monstersauger": der hatte laut Polizei Ähnlichkeit mit einem Atem-Alkoholtester. Die Idee dazu hatte ein Beamter, der selbst Kinder hat und auch schon zu Hause "Monster" bekämpfen musste.
Positive Rückmeldungen an die Polizei Sulzbach-Rosenberg
Nach der Aktion am Montagabend hat die Polizei in Sulzbach-Rosenberg zahlreiche positive Reaktionen erhalten. Der stellvertretende Leiter der Inspektion, Achim Kuchenbecker, sagte dem BR am Mittwoch, man sei sehr überrascht: Über das Online-Portal der Polizei seien aus ganz Bayern Zuschriften gekommen. "Die Leute bedanken sich und finden den Einsatz wirklich hervorragend."
Mit Informationen von dpa.
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