Rund ein Dutzend Athletinnen und Athleten aus dem Berchtesgadener Land waren bei den Spielen 2026 dabei.
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Rund ein Dutzend Athletinnen und Athleten aus dem Berchtesgadener Land waren bei den Spielen 2026 dabei.
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Söder und Kaniber ehren Olympia-Teilnehmer in Berchtesgaden

Söder und Kaniber ehren Olympia-Teilnehmer in Berchtesgaden

Kaum eine deutsche Region entsendet so viele Spitzensportler zu den Olympischen Winterspielen. Heute wurden im Berchtesgadener Land ein Dutzend Olympioniken bei einem Festakt mit Ministerpräsident Markus Söder geehrt.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Berchtesgaden und Olympia – die beiden sind untrennbar verbunden. Sogar der nächste Bürgermeister ist mit CSU-Kandidat Alexander Resch hier ein Olympiasieger. Heute standen die Olympioniken der diesjährigen Winterspiele im Fokus. Sie wurden bei einem Empfang samt großem Festzug und Kutschen-Einfahrt geehrt.

Rodel-Olympiasieger Wendl und Arlt begeistert von Festzug

Rund ein Dutzend Athletinnen und Athleten aus dem Berchtesgadener Land waren bei den Spielen 2026 dabei: darunter Tobias Wendl und Tobias Arlt. Im Rodel-Doppelsitzer holten die beiden Gold mit der Team-Staffel und zusätzlich Bronze im Doppelsitzer.

"Wir freuen uns narrisch, dass wir dahoam so empfangen werden", sagte Tobia Arlt beim Festzug. Er und Wendl zeigten sich vor allem über die vielen Kinder, entlang des Festzugs erfreut. "Wir wollen als Vorbilder vorangehen und die Kinder motivieren, Sport zu machen", so Tobias Wendl.

Snowboard, Rodeln, Skeleton und Bob bei Empfang vertreten

Nach dem Festzug über den Weihnachtsschützenplatz in Berchtesgaden wurde ein Empfang im Alpen Kongress ausgerichtet. Dort nahmen bei der Ehrung der Athletinnen und Athleten auch Ministerpräsident Markus Söder und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (beide CSU) teil. Zudem anwesend war der frisch gewählte neue Bürgermeister von Berchtesgaden: Alexander Resch (CSU), selbst ein ehemaliger Rodel-Olympiasieger. Der 46 Jahre alte gebürtige Berchtesgadener wurde im Doppelsitzer mehrfach Weltmeister und holte bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City Gold.

Gewürdigt wurden neben den Rodlern Wendl und Arlt auch die Bobfahrer Johannes Lochner, Georg Fleischhauer, Thorsten Margis und Jörn Wenzel (Gold im Viererbob). Der Snowboardsport wurde von Ramona Hofmeister (vierfache Weltcup-Gesamtsiegerin im Alpin-Snowboard), Melanie Hochreiter (Paralell-Riesenslalom, Rang 20) und Max Kühnhauser (Paralell-Riesenslalom, Rang 24) vertreten. Des Weiteren wurden Skeletonpilot Felix Keisinger (Bronze bei Europameisterschaften 2024) sowie die Rennrodler Felix Loch (drei olympische Goldmedaillen) geehrt.

Berchtesgadener Land als Olympia-Hochburg

Das Berchtesgadener Land gilt traditionell als Hochburg im Kufensport, war aber auch in Disziplinen wie Skeleton, Snowboard und Skibergsteigen vertreten. Die Heimatverbundenheit der Olympioniken aus der Region wurde auch bei dem Festzug deutlich. Viele Bekannte aus Berchtesgaden seien auch nach Cortina gereist, sagte Rodler Tobia Arlt. "Es ist so schön, die Leute hier wiedersehen zu können und mit ihnen feiern zu können. Deshalb freuen wir uns, so in der Heimat einmarschieren zu können", so Arlt.

Wiederaufbau der Kunsteisbahn verzögert sich

Mit der Kunsteisbahn Königssee verfügt die Region zwar über eine der traditionsreichsten Bob- und Rodelbahnen der Welt. Der Wiederaufbau nach den Unwetterschäden ist allerdings umstritten und verzögert sich. Vor allem für die Nachwuchsförderung hält Rodler Tobias Wendl den Wiederaufbau für essenziell: "Dann können wir mit der Nachwuchsarbeit wieder Gas geben. Es ist ganz schwierig, die Kinder da bei der Stange zu halten, da sie fürs Training weit fahren müssen." Der deutsche Bob- und Schlittenverband ging zuletzt davon aus, dass der neue Herrenrodelstart der dortigen Bobbahn frühestens 2029 fertiggestellt sein wird.

Im Video: Ehrung in Berchtesgaden - Johannes Lochner im Interview

Doppelolympiasieger Johannes Lochner freut sich am BR-Mikrofon.
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Die Olympioniken aus Berchtesgaden wurden am Freitag in ihrer Heimat empfangen und geehrt.

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