Der britische Musiker und Ex-Beatle Paul McCartney hat in einem Post auf Instagram die Insolvenz des fränkischen Instrumentenbauers Höfner in Baiersdorf bedauert. Er postete ein Foto von sich mit dem legendären "Beatle-Bass" des traditionsreichen Gitarrenherstellers und schrieb dazu: Es sei sehr traurig zu sehen, dass Höfner den Geschäftsbetrieb einstelle. Sein Beileid richte er an alle bei Höfner. "Vielen Dank für all Ihre Hilfe über die Jahre hinweg. - Paul".
- Zum Artikel der Nürnberger Nachrichten: "Instrumentenbauer Höfner aus Raum Erlangen in Not: Das sagt der Insolvenzverwalter" [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt]
Lob von Paul McCartney
Paul McCartney schrieb auf Instagram: "Höfner hat über 100 Jahre lang Instrumente gebaut, und ich habe meinen ersten Höfner-Bass in den Sechzigerjahren gekauft. Seitdem habe ich ihn geliebt. Es ist ein wunderbares Instrument zum Spielen: leicht, und es ermutigt mich, sehr frei zu spielen. Außerdem bietet es angenehme Klangvariationen, die ich sehr genieße."
Geschäftsbetrieb bei Höfner läuft weiter
Mit der Einschätzung, der Geschäftsbetrieb würde eingestellt, liegt McCartney jedoch nicht richtig. Das Unternehmen stellte bereits am Mittwoch klar, dass es weder seine Produktion noch den Vertrieb oder seine Medienkanäle eingestellt habe. Während der kommenden drei Monate hätte der Gitarrenhersteller nun die Möglichkeit, einen Plan zu erarbeiten sich zu konsolidieren und für eine bessere Zukunft zu restrukturieren. Auch der Insolvenzverwalter Hubert Ampferl aus Nürnberg teilte am Freitag mit, dass der Geschäftsbetrieb trotz Insolvenzantrag weitergeht. Der Traditionsbetrieb soll neu ausgerichtet und durch Investoren langfristig gesichert werden. Vorrangiges Ziel sei es dabei, den Geschäftsbetrieb in den nächsten Wochen zu stabilisieren.
US-Zölle schwächen Höfners Exportgeschäft
Laut Insolvenzverwalter Ampferl hat sich insbesondere das Exportgeschäft bei Höfner deutlich abgeschwächt. Eine Rolle spielten dabei auch die veränderten Zollbedingungen und die US-Zollpolitik. Darüber hinaus sei die weltweite Nachfrage an Musikinstrumenten aufgrund der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage deutlich zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund hatte die Geschäftsleitung von Höfner bereits Gespräche mit potenziellen Investoren aufgenommen und erste Sanierungsschritte eingeleitet.
Gehälter der Mitarbeiter bis Februar gesichert
Zur nachhaltigen Sicherung des Geschäftsbetriebs und zur konsequenten Umsetzung der Sanierungsstrategie habe sich die Geschäftsleitung entschlossen, einen Insolvenzantrag zu stellen. Der Geschäftsbetrieb gehe unterdessen weiter, so der Insolvenzverwalter.
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