Der Fall hatte vor dreieinhalb Jahren international für Aufsehen gesorgt: Ein Freundeskreis aus Weiden feierte in einem Lokal. Doch aus der bestellten Flasche kam kein Champagner, sondern flüssiges Ecstasy. Ein Mann starb, sieben weitere Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Am Landgericht Weiden hat heute der Prozess gegen einen 46-jährigen Niederländer begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten fahrlässige Tötung sowie bandenmäßigen Drogenhandel vor.
Wir sprechen mit BR Reporter Rudolf Heinz über den Prozessauftakt. Er wird uns berichten, ob und wie sich der Angeklagte vor Gericht zu den Vorwürfen äußert und wie es den Opfern heute geht. In unserer Sendung zugeschaltet ist außerdem Matthias Volk vom Bayerischen Landeskriminalamt. Er wird den Fall einordnen und erläutern, wie die Behörden gegen Drogenschmuggler in Bayern vorgehen – bei BR24 um 16 Uhr. Den Livestream finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.
Der 46-jährige Angeklagte soll Teil einer Gruppe gewesen sein, die große Mengen MDMA herstellte, um sie in Deutschland und im Ausland zu verkaufen. Laut Ermittlungen diente die Champagnerflasche als Tarnung für den Drogenhandel. Der Angeklagte soll als Logistiker für den Transport der Flaschen ins Ausland verantwortlich gewesen sein. Über Umwege gelangten mehrere der manipulierten Flaschen versehentlich in den Handel und eine davon in das Lokal in Weiden in der Oberpfalz - laut Bayerischem Landeskriminalamt ein äußerst unglücklicher Einzelfall.
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