(Archivbild): Blick auf die Quaggamuschel.
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(Archivbild): Die Quaggamuschel wurde 2024 erstmals im Chiemsee nachgewiesen. Ein Monitoring soll nun ihre Ausbreitung untersuchen.
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Quaggamuschel breitet sich aus: Chiemsee unter der Lupe

Quaggamuschel breitet sich aus: Chiemsee unter der Lupe

Die invasive Quaggamuschel ist inzwischen in mehreren bayerischen Seen nachgewiesen. Am Chiemsee soll nun ein wissenschaftliches Monitoring zeigen, wie sich die Muschel ausbreitet und welche Folgen sie für das Ökosystem hat.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Am Chiemsee breitet sich eine kleine Muschel mit großer Wirkung aus: die Quaggamuschel. Sie stammt ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum und kann ganze Seen ökologisch auf den Kopf stellen.

Der Bezirk Oberbayern reagiert jetzt und plant gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) München ein wissenschaftliches Monitoring, um die Ausbreitung besser zu verstehen und andere Seen zu schützen. Es solle sichtbar werden, wie sich die Ausbreitung der Muschel langfristig auf das Nahrungsnetz und die Gewässerökologie auswirkt. Der Bezirksausschuss stimmte dem Vorhaben am Donnerstag zu, wie der Bezirk Oberbayern berichtete. 

So nehmen Forscher die Folgen für den Chiemsee in den Blick

Untersucht werden sollen unter anderem die Muscheldichte in verschiedenen Wassertiefen sowie Chlorophyll- und Sauerstoffgehalt und die Auswirkungen auf die Fischbestände. Das Monitoring soll voraussichtlich Anfang 2027 beginnen. Die Regierung von Oberbayern stellt dafür Fördermittel bereit. Infotafeln und Flyer sollen dann auch Wassersportlerinnen und Wassersportler sensibilisieren – damit sich die invasive Muschel nicht noch weiter in oberbayerische Seen verbreitet.

Quaggamuschel in immer mehr bayerischen Seen nachgewiesen

Die Quaggamuschel breitet sich zunehmend in europäischen Binnengewässern aus. Die Art verdrängt heimische Lebewesen und kann Wasserrohren sowie Bootsantrieben zusetzen. Wie genau sie sich verbreitet, weiß keiner ganz genau – vermutlich aber über Boote oder Wassersportausrüstung. 2024 wurde die Muschel das erste Mal im Chiemsee nachgewiesen. Inzwischen wurde sie auch im Starnberger See und im Simssee entdeckt. Im Ammersee gibt es zudem genetische Spuren.

Das Problem: Die kleinen Muscheln filtern große Mengen Plankton aus dem Wasser. Das macht den See zwar klarer, nimmt vielen heimischen Arten aber die Nahrungsgrundlage weg. Vor allem Jungfische leiden darunter, aber etwa auch die Renke, bei der Plankton ganz oben auf dem Speiseplan steht.

Mit Informationen von dpa.

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