Busunglück im Landkreis Dachau: Ein Reisebus mit Schulkindern ist nach Polizeiangaben mit einem bis auf den Fahrer leeren Linienbus zusammengestoßen. Bei dem Unfall, der sich am Mittwoch gegen 12.30 Uhr zwischen Hebertshausen und Haimhausen ereignete, kam ein Kind ums Leben. Das teilten die Behörden am Nachmittag mit. Zudem wurden zahlreiche Menschen teils schwer verletzt.
Was ist den Beteiligten passiert?
Im Reisebus saßen laut Polizei Zweitklässler aus einer Grundschule in Haimhausen, sie waren auf einem Schulausflug. Bei dem Unfall verlor ein Junge sein Leben. Rettungskräften zufolge starb er trotz Reanimationsversuchen noch am Unfallort.
Laut Polizei wurden zwei weitere Kinder sowie eine Lehrerin schwer verletzt. Zwei Kinder wurden mittelschwer verletzt. 28 Menschen erlitten leichte Verletzungen, darunter auch die beiden Busfahrer. Mehrere Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht, einige mit dem Rettungshubschrauber.
Wo passierte der Bus-Unfall?
Die zwei Busse stießen auf einer Staatsstraße südlich des Hebertshauser Ortsteils Ampermoching zusammen. Der Unfall, bei dem der Reisebus schwer beschädigt wurde, ereignete sich in einer Kurve.
Landrat Stefan Löwl (CSU) sprach von einem der schwersten Unfälle, die es im Landkreis je gegeben habe. Zur Klärung der Unfallursache müsse man unfallanalytische Gutachten abwarten. Die Staatsanwaltschaft München II hat einen Gutachter beauftragt, das Geschehen zu untersuchen. Sicher ist, dass in der sehr engen Kurve Tempolimits gelten – laut Polizei in beiden Richtungen 60 Kilometer pro Stunde.
Wie ist die Lage am Unfallort?
Es habe sich "ein sehr schlimmes Bild" geboten, sagte eine Polizeisprecherin. Am Nachmittag waren noch immer 100 Einsatzkräfte vor Ort. Die Unfallstelle wurde großräumig gesperrt. An einer Sammelstelle im Ortsteil Ampermoching werden Angehörige psychosozial betreut. Die Gemeinde Haimhausen hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet.
Wegen des Unfalls seien vier Rettungshubschrauber im Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle (ILS) Fürstenfeldbruck. Auch etwa 15 Rettungswagen und acht Notärzte waren am Unfallort im Einsatz. Inzwischen sind laut den offiziellen Angaben alle Verletzten abtransportiert.
Was ist über die Busfahrer bekannt?
Beide Busfahrer waren nicht alkoholisiert. Das betonte die Sprecherin der Polizei ausdrücklich. Offenbar kursieren im Netz anderslautende Gerüchte. Die Busfahrer hätten freiwillig Atemalkoholtests gemacht, wie Thomas Weber, Leiter der Polizeiinspektion Dachau, sagte. Das Ergebnis in beiden Fällen: null Promille.
Gibt es Hilfsangebote?
Am Abend ab 18 Uhr wird in Haimhausen die Kirche geöffnet für alle, die sich zurückziehen möchten. Um die Geschehnisse psychisch besser verarbeiten zu können, soll es für die gesamte Schule Angebote geben, kündigte Landrat Löwl an. Die Notfallseelsorge stehe bereit für jeden, der Bedarf habe, auch in den kommenden Tagen. Für die Einsatzkräfte gab es Unterstützungsangebote im Feuerwehrhaus.
Mit Informationen von dpa
Video: Schwerer Bus-Unfall im Landkreis Dachau
Im Landkreis Dachau kollidierten ein Linienbus und ein Reisebus, in dem Schulkinder waren.
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