Älterer Mann telefoniert (Symbolbild)
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Ein Mann aus dem Landkreis Regensburg durchschaute die Masche und überlistete zusammen mit der Polizei den Geldabholer (Symbolbild)
Bildrechte: pa/Fotostand / K. Schmitt
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Ein Mann aus dem Landkreis Regensburg durchschaute die Masche und überlistete zusammen mit der Polizei den Geldabholer (Symbolbild)

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Täterfestnahme nach "Schockanruf" in der Oberpfalz

Täterfestnahme nach "Schockanruf" in der Oberpfalz

Nach einer weiteren Welle von sogenannten "Schockanrufen" am Freitag gelang es der Polizei im Landkreis Regensburg, einen Täter festzunehmen. Der Angerufene hatte die Betrugsmasche durchschaut und den Geldabholer zusammen mit der Polizei gestellt.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Fast täglich muss die Polizei von neuen Opfern berichten, die auf die bekannte Betrugsmasche mit Schockanrufen hereingefallen sind und viel Geld verloren haben. Meist sind die Opfer ältere Menschen. In der Oberpfalz gelang es jetzt der Polizei wieder einmal, einen Täter festzunehmen.

"Opfer" durchschaut die Betrugsmasche

Zuvor hatte ein Mann aus Kallmünz einen solchen Schockanruf erhalten. Ihm wurde erzählt, seine Tochter habe einen tödlichen Unfall verursacht. Um ihr eine Haft zu ersparen, sei eine Kaution von 30.000 Euro und 90 Gramm Gold nötig. Der Kallmünzer durchschaute die Masche und hielt den Anrufer in der Leitung, während seine Frau die Polizei verständigte. In Zusammenarbeit mit der Polizei konnte eine Geldübergabe fingiert werden, bei welcher der serbische Geldabholer durch die Polizei festgenommen werden konnte. Die Ermittlungen dauern an.

Betrüger täuschen meist Notsituation von Angehörigen vor

Die Polizei warnt einmal mehr vor dieser Masche. Bei einem Schockanruf täuschen die Anrufer eine Notsituation eines nahen Angehörigen vor und fordern in dem Zusammenhang hohe Geldsummen oder andere Wertgegenstände, welche anschließend von einer Person zu Hause abgeholt werden. Die Polizei warnt immer wieder eindringlich davor, unbekannten Personen Geld oder Wertsachen zu übergeben. Im Zweifel sollte man selbst bei der Polizei anrufen oder eine nahestehende Person um Rat fragen.

Jüngere sollten Eltern und Großeltern immer wieder warnen

Jüngere Menschen sollten ihre Eltern oder Großeltern eindringlich vor dieser Betrugsmasche am Telefon warnen. Kriminelle durchforsten Telefonbücher, um potenzielle Opfer zu finden. Dabei haben sie es vor allem auf Menschen mit altmodisch klingenden Namen abgesehen, wie Hertha, Edeltraud, Marianne, Siegfried oder Alfons. Meist sitzen die Drahtzieher der Betrugsmasche im Ausland, so die Polizei.

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