So sieht der große Kundendienst beim Rettungshubschrauber aus.
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Wenn jede Minute zählt: "Gelbe Engel" proben den Ernstfall

Wenn jede Minute zählt: "Gelbe Engel" proben den Ernstfall

Wenn ein Rettungshubschrauber startet, zählt jede Minute. Doch damit der "Gelbe Engel" überhaupt abheben kann, arbeitet ein großes Team im Hintergrund – mit Training, Technik und Vorbereitung für den Ernstfall.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Oberbayern am .

Am neuen, deutschlandweit einzigartigen ADAC-Campus in Oberpfaffenhofen wird der Ernstfall geübt. In Trainingsräumen werden medizinische Notfälle möglichst realitätsnah nachgestellt – etwa ein Herzinfarkt im Wohnzimmer oder eine komplizierte Rettung aus engen Schächten. Geräusche, Umgebung und Abläufe sollen echten Einsätzen möglichst nahekommen. Für die Crews ist das wichtig. Entscheidungen müssen oft innerhalb von Sekunden getroffen werden – unter Stress und in unbekannten Situationen.

Gleichzeitig trainieren hier auch verschiedene Einsatzkräfte gemeinsam: Rettungsdienst, Feuerwehr, Bergwacht und Hubschrauberbesatzungen. Denn im echten Einsatz treffen Teams häufig erstmals aufeinander. Nach jeder Übung folgt eine ausführliche Analyse. Was hat funktioniert? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Ziel ist es, Abläufe ständig zu optimieren und die Zusammenarbeit zu stärken.

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Nur wer hier den Überblick behält, ist gemacht für den Job bei der Hubschrauberwartung.

Hoher Wartungsaufwand für Hubschrauber

Damit Rettungshubschrauber jederzeit einsatzbereit sind, arbeiten im Hintergrund hochspezialisierte Techniker. Am Standort Oberpfaffenhofen bei München wartet der ADAC Heliservice die Maschinen. Der Aufwand ist enorm: Auf eine Flugstunde kommen im Schnitt rund zwei Stunden technische Arbeit. Bauteile werden überprüft, Verschleißteile vorsorglich ausgetauscht. Selbst kleine Komponenten können entscheidend sein.

Viele Arbeitsschritte werden doppelt kontrolliert. Diese Präzision ist notwendig, damit die Crews sich im Einsatz vollständig auf ihre medizinische Arbeit konzentrieren können.

Mehr Einsätze in der Dämmerung?

Parallel wird derzeit über die Zukunft der Luftrettung diskutiert. Hintergrund ist die Krankenhausreform: Wenn Kliniken schließen oder sich stärker spezialisieren, könnten Transportwege für Patienten länger werden. Deshalb wird in Bayern geprüft, ob Rettungshubschrauber künftig häufiger bis in die Dämmerung fliegen sollen. Bisher dürfen die Crews von sogenannten Tagstationen nur bis kurz vor Sonnenuntergang starten.

Dabei steigt der Bedarf an schnellen Verlegungen zwischen Kliniken. Bundesweit nutzen Crews bereits tausendfach Nachtsichtbrillen – allein beim ADAC gibt es mehr als 3.300 Einsätze pro Jahr im Dunkeln, sagt Jochen Oesterle Pressesprecher der ADAC Luftrettung BR24. Pilotprojekte etwa in Ulm und Mainz zeigen nach Angaben der Luftrettung, dass längere Betriebszeiten den Rettungsdienst verbessern können. Welche Standorte in Bayern dafür infrage kommen, soll nun ein Gutachten des Innenministeriums klären. Fest steht: Besonders viele Einsätze gibt es in Bayern.

Im Audio: Üben für den Ernstfall

Üben für den Ernstfall - jeder Handgriff muss richtig sein. Verschiedene Rettungsorganisationen packen mit an.
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Üben für den Ernstfall - jeder Handgriff muss richtig sein. Verschiedene Rettungsorganisationen packen mit an.

Unsichtbare Arbeit im Hintergrund

Mehr Flüge in den Abendstunden würden auch höhere Anforderungen an Ausbildung und Training stellen. Einrichtungen wie der ADAC Campus mit seinen Flugsimulatoren könnten dabei eine zentrale Rolle spielen. Der Blick hinter die Kulissen zeigt: Wenn ein Rettungshubschrauber abhebt, steht dahinter weit mehr als nur die Crew an Bord. Techniker, Ausbilder und viele weitere Fachkräfte sorgen im Hintergrund dafür, dass im entscheidenden Moment alles funktioniert – damit Hilfe schnell dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

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