ARCHIV (07.11.2025): Symbolbild In-/Out-Tickets im Nahverkehr. Kontaktloses Bezahlen der Fahrt beim Ein-und Aussteigen mit dem Smartphone.
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ARCHIV (07.11.2025): Symbolbild In-/Out-Tickets im Nahverkehr. Kontaktloses Bezahlen der Fahrt beim Ein-und Aussteigen mit dem Smartphone.
Bildrechte: picture alliance / Westend61 | Josep Suria
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ARCHIV (07.11.2025): Symbolbild In-/Out-Tickets im Nahverkehr. Kontaktloses Bezahlen der Fahrt beim Ein-und Aussteigen mit dem Smartphone.

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Bayern setzt künftig auf Ein- und Auschecken im Nahverkehr

Bayern setzt künftig auf Ein- und Auschecken im Nahverkehr

Bayern will ab 2027 schrittweise ein In-/Out-Ticketsystem im ÖPNV einführen. Fahrgäste checken per Smartphone ein und aus, der Fahrpreis wird automatisch berechnet – auch verbundübergreifend. Ein einheitlicher bayernweiter Tarif ist aber vom Tisch.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Wer in Bayern mit Bus oder Bahn unterwegs ist, soll künftig einfacher an ein Ticket kommen. Ab dem kommenden Jahr will der Freistaat schrittweise ein sogenanntes In-/Out-Ticketsystem einführen. Fahrgäste checken sich dabei per Smartphone vor Fahrtbeginn ein und am Ziel wieder aus. Der Fahrpreis wird anschließend automatisch berechnet. Das geht aus einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervor.

So funktioniert das System

Beim In-/Out-Verfahren geben Fahrgäste über eine App an, wann sie ihre Fahrt beginnen und wann sie endet. Das System ermittelt anschließend automatisch den passenden Fahrpreis. Tarifkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.

Nach Angaben des Ministeriums soll das System künftig auch Fahrten über die Grenzen einzelner Verkehrsverbünde hinweg ermöglichen. In einigen Regionen Bayerns wird die Technik bereits eingesetzt, darunter im Münchner Verkehrsverbund. Dort ist das Verfahren unter dem Begriff "Swiping" bekannt: Zum Ein- und Auschecken genügt ein Wisch über das Smartphone-Display.

Kein einheitlicher Landestarif geplant

Von einem bayernweit einheitlichen Ticket- und Tarifsystem hat sich die Staatsregierung dagegen verabschiedet. Mit der Einführung des Deutschlandtickets sei die Strategie angepasst worden. Das Deutschlandticket sei nun die zentrale Aufgabe, heißt es aus dem Verkehrsministerium.

Kritik kommt von den Grünen im Landtag. Mobilitätssprecher Markus Büchler bedauert, dass das Bayern-Ticket nicht weiterentwickelt werden soll. "Sich auf dem Deutschlandticket auszuruhen, reicht nicht. Gerade für Menschen, die nur gelegentlich mit Bus und Bahn fahren, müssen endlich attraktive Angebote geschaffen werden", sagte Büchler.

Forderung nach flächendeckenden Verkehrsverbünden

Nach Ansicht der Grünen muss auch der Ticketkauf einfacher und das Tarifsystem übersichtlicher werden. Zudem sollten alle Regionen Bayerns an leistungsfähige Verkehrsverbünde angeschlossen sein. Vor allem in Schwaben und Niederbayern gebe es weiterhin Lücken. "Ohne Verbund ist ein moderner ÖPNV jedoch nicht sinnvoll möglich", sagte Büchler.

Mit Informationen von dpa.

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