Blumen liegen nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig mit zwei Todesopfern und drei Schwerverletzten an der Zufahrt zur Grimmaischen Straße.
Blumen liegen nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig mit zwei Todesopfern und drei Schwerverletzten an der Zufahrt zur Grimmaischen Straße.
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Nach der tödlichen Fahrt durch die Innenstadt steht Leipzig unter Schock. Zwei Menschen starben, viele weitere wurden verletzt.
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Nach der tödlichen Fahrt durch die Innenstadt steht Leipzig unter Schock. Zwei Menschen starben, viele weitere wurden verletzt.

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Tödliche Fahrt in Leipzig: Ein Opfer kommt aus Oberfranken

Tödliche Fahrt in Leipzig: Ein Opfer kommt aus Oberfranken

Kerzen, Blumen und stille Anteilnahme prägen das Bild in der Leipziger Innenstadt nach der mutmaßlichen Amokfahrt. Inzwischen hat die Polizei bestätigt, dass eines der beiden Todesopfer aus Oberfranken stammt.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Die genaue Zahl der Verletzten ist auch am Tag nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig weiterhin unklar. "Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Sicher ist bislang nur: Drei Menschen wurden schwer verletzt, hinzu kommen zahlreiche weitere Betroffene. Insgesamt sollen rund 80 Menschen von den Ereignissen betroffen sein. Ebenfalls bestätigt ist, dass eines der beiden Opfer aus Oberfranken stammt.

63 Jahre alte Frau erliegt ihren Verletzungen

Das bestätigte die Polizeidirektion Leipzig auf Anfrage von BR24. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet, dass die 63-jährige Frau, die ihren schweren Verletzungen erlag, aus Oberfranken kommt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberfranken ist die Frau aus dem Landkreis Coburg. Nähere Angaben mache man dazu nicht. Im Laufe des Tages wird die Polizeidirektion Leipzig weitere Informationen zum Stand der Ermittlungen veröffentlichen.

Auto in Menschenmenge gefahren – 33-Jähriger kommt in Psychiatrie

Gestern war ein Mann in der Leipziger Innenstadt mit seinem Auto in eine Menschenmenge gerast. Dabei wurden ein 77-jähriger Mann sowie die 63-Jährige so schwer verletzt, dass sie wenig später starben. Die Polizei nahm den Fahrer, einen 33-jährigen Deutschen, fest.

Die Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus. Die Staatsanwaltschaft Leipzig sowie die Polizeidirektion Leipzig ermitteln gegen den Mann unter anderem wegen zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs. Nach bisherigen Erkenntnissen wird nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters ausgegangen, so die Polizeidirektion Leipzig. Nach MDR-Informationen soll er erst kürzlich aus der Psychiatrie entlassen worden sein.

Ein Ermittlungsrichter ordnete am Dienstag die einstweilige Unterbringung des 33-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilte. Es seien "dringende Gründe" dafür vorhanden, dass der Beschuldigte die Tat mit zwei Toten und zahlreichen Verletzten "im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit begangen hat".

Gedenkandacht in Leipzig

Bei einer Gedenkandacht in der Leipziger Universitätskirche kamen am Mittag mehr als 1.000 Menschen zusammen. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wollte am Abend gemeinsam mit Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) an einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in der Nikolaikirche teilnehmen. Im Zentrum der Zusammenkunft sollte laut den christlichen Kirchen "das Bedürfnis stehen, dem kollektiven Erschrecken gemeinsam zu begegnen". Es gehe darum, den Betroffenen tiefe Solidarität und Mitgefühl zu zeigen.

Die Landesregierung hat zum Gedenken an die Opfer Trauerbeflaggung auf Halbmast für alle sächsischen Behörden und Dienststellen angeordnet.

Mit Information von dpa und epd

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