Regenmangel und Hitze haben in Böbrach im Bayerischen Wald das gemeindeeigene Wasser so knapp werden lassen, dass nun Trinkwasser geliefert wird. Wie die Gemeinde im Landkreis Regen mitteilte, werde in den kommenden Tagen der Hochbehälter mit Wasser aus Bodenmais gespeist. Das werde mit Milchlastern transportiert.
Ansonsten könne die Trinkwasserversorgung nicht mehr ausreichend sichergestellt werden, hieß es. "Für die Bevölkerung besteht kein Anlass zur Besorgnis." Das zusätzlich eingespeiste Trinkwasser erfülle sämtliche gesetzlichen Anforderungen an die Trinkwasserqualität.
Appell der Gemeinde: Bürger sollen Wasser sparen
Auch wenn die Trinkwasserversorgung somit den Angaben nach gesichert bleibt, appelliert die Gemeinde an ihre Bürger, sparsam mit Wasser umzugehen. "Ein bewusster und sparsamer Wasserverbrauch trägt dazu bei, die vorhandenen knappen Wasserressourcen zu schonen und die Versorgung langfristig zu sichern."
Bürger entscheiden sich 2024 gegen Fernwasser-Versorgung
Die Wasserversorgung in Böbrach ist immer wieder Thema. Beim Bürgerentscheid am 14. April 2024 in Böbrach (Landkreis Regen) stimmte eine deutliche Mehrheit von rund 69,6 Prozent der Wähler für eine ausschließliche Trinkwasserversorgung mit gemeindeeigenem Wasser. Sie lehnten damit eine vom Gemeinderat befürwortete Mischwasserversorgung mit zusätzlichem Fernwasser ab.
Bewässerungsverbot in Bad Bayersoien
Auch in Bad Bayersoien (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) kommt das Trinkwasser inzwischen mit Milchlastwagen. Die Gemeinde hat überdies bereits eine bis zum 1. September gültige Allgemeinverfügung erlassen, die die Einwohner zu Sparmaßnahmen verpflichtet. Dazu gehört ein teilweises Bewässerungsverbot, auch private Pools dürfen nicht mehr befüllt werden.
Mit Informationen von dpa
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