Das Tief "Gunda" bei Schottland lenkt milde Atlantikluft aus Westen nach Bayern und beendet den winterlichen Witterungsabschnitt. Die Schneefälle gingen im Laufe des Montagnachmittags in Regen über. Im Übergangsbereich kam es dabei zu gefrierendem Regen und verbreitet zu gefährlicher Glatteisbildung.
Gefahr durch gefrierenden Regen
Lediglich in Schwaben hat sich bereits am Montagmittag die mildere Luft durchgesetzt, so dass hier nur noch in ungünstigen Lagen wie beispielweise auf Brücken oder in Muldenlagen mit Glatteis zu rechnen ist.
Sonst verlagerte sich der Bereich mit gefrierendem Regen im Laufe des Nachmittags und Abends von Unter- und Mittelfranken sowie von Oberbayern weiter nach Osten. In der Nacht wurde der Schwerpunkt der Glatteis-Gefahr in Oberfranken, der Oberpfalz sowie Niederbayern erwartet.
Am Dienstag nur noch in Ostbayern erhöhte Gefahr
Zum morgendlichen Berufsverkehr dürfte sich die Glättesituation am Dienstagfrüh weitgehend entspannt haben, lediglich im Südosten Niederbayerns sowie in höheren Lagen des Bayerischen sowie des Oberpfälzer Waldes ist auch am Dienstagvormittag weiterhin Vorsicht geboten.
Da die Böden anfangs noch gefroren sind, kann es auch bei zarten Plusgraden noch lokal zu gefährlicher Glatteisbildung kommen, es ist also ratsam, entsprechende Vorsicht walten zu lassen.
Bayernkarte: Unwetterwarnungen des DWD
Januar bisher kälter als im Mittel
Die Temperatur steigt im Verlauf der Nacht weiter an und erreicht am Dienstagmorgen Werte zwischen 0 Grad am Bayerischen Wald und 8 Grad in Schwaben. Im weiteren Wochenverlauf ist kein Rückfall zu winterlichen Bedingungen mehr in Sicht und die Null-Grad-Grenze liegt in den nächsten Tagen deutlich über 1.500 Metern Höhe. In tiefer gelegenen Regionen setzt somit Tauwetter ein, was durch wiederholte Regenfälle noch unterstützt wird.
Damit endet die kalte Witterung – in Bayern ist der Januar bisher etwa 2 Grad kälter verlaufen als das Mittel der Jahre 1961 bis 1990. In der Nacht auf Montag lagen die Tiefstwerte verbreitet noch unter -10 Grad, in Zwiesel sowie in Oberstdorf wurden sogar -18,3 Grad gemessen.
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Mittelfristig kein Frost mehr zu erwarten
Mittelfristig heißt es somit: Winter, ade! Denn die Großwetterlage stellt sich nun grundlegend um, und in den kommenden Tagen verbleibt Bayern weiterhin im Zustrom milder Luftmassen vom Atlantik. So ist bis einschließlich kommenden Sonntag kein erneuter Wintereinbruch in Sicht und es wird mild für die Jahreszeit. Dazu ist es in den kommenden Tagen zwar überwiegend stark bewölkt oder über tauenden Schneeflächen auch neblig-trüb, aber es fällt nach Mittwoch kaum noch Regen.
Ob sich die milde Witterung danach weiter fortsetzt, ist noch unklar, zumindest deuten die Wettermodelle aktuell auch langfristig, also innerhalb der nächsten etwa zwei Wochen, keinen Rückfall zu winterlichen Bedingungen an.
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