Die bundesweiten Auseinandersetzungen zwischen Verdi und den Arbeitgebern in Einzel-, und Groß- und Außenhandel treffen an diesem Freitag und Samstag auch Bayern. Zum Beispiel in Ingolstadt und der Region ruft die Gewerkschaft in vielen Läden zum Streik auf. Betroffen sind unter anderem Märkte von Edeka, Kaufland, Penny, Netto, Rewe, Bauhaus, Selgros, Zara und H&M.
Auch in Schweinfurt sind die Beschäftigten der Kaufland-Filiale zum Warnstreik aufgerufen. Verdi-Sekretär Peter König vom unterfränkischen Fachbereich Handel beschreibt die Lage der Beschäftigten als existenzbedrohend: "Der tägliche Einkauf von Lebensmitteln, die immer weiter steigenden Kosten für Wohnen oder der tägliche Weg zu Arbeit bringen die Beschäftigten im Einzelhandel mittlerweile in extreme finanzielle Not." Zudem seien 70 Prozent akut von Altersarmut bedroht, viele arbeiteten in Teilzeit und im Niedriglohnbereich.
Bisher kein Angebot von bayerischen Arbeitgebern
Verdi fordert vor allem sieben Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber im bayerischen Einzelhandel haben in der ersten Verhandlungsrunde noch kein Angebot vorgelegt. Das Angebot im Groß- und Außenhandel bezeichnet die Gewerkschaft als "realitätsfremd".
Der nächste Verhandlungstermin für den Einzelhandel ist für den 16. Juni 2026 angesetzt und für Groß- und Außenhandel am 25. Juni 2026.
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