Symbolbild: Fahrradfahrerin und Autos in der Stadt
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Wie bewegt sich Bayern fort? Neue Studie zeigt leichten Wandel

Wie bewegt sich Bayern fort? Neue Studie zeigt leichten Wandel

Das Auto bleibt das wichtigste Verkehrsmittel in Bayern. Allerdings sind auch mehr Menschen zu Fuß unterwegs, so die Ergebnisse einer großen Mobilitätsstudie. Bayerns Verkehrsminister fühlt sich bestätigt.

Über dieses Thema berichtet: Bayern 2 Die Welt am Abend am .

"Wir gehen unseren Weg weiter", sagt Verkehrsminister Bernreiter (CSU) mit Blick auf die bundesweite Studie "Mobilität in Deutschland" (externer Link), die im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums entstanden ist. Für Bayern liegen gesonderte Ergebnisse vor. Bernreiter sieht diese als Bestätigung für den "bayerischen Mobilitätsmix".

Auto bleibt wichtigstes Verkehrsmittel – aber weniger genutzt

Die Studie vergleicht die Jahre 2017 und 2023. Demnach bleibt das Auto das wichtigste Verkehrsmittel im Freistaat, auch wenn es mittlerweile etwas häufiger ungenutzt herumsteht. Auf der anderen Seite sind inzwischen mehr Menschen zu Fuß unterwegs.

24 Prozent der Wege werden mittlerweile zu Fuß zurückgelegt, 2017 waren es 20 Prozent. Der Radverkehrsanteil ist im Zeitvergleich stabil bei 11 Prozent geblieben, ebenso die Nutzung von Bus und Bahn mit 10 Prozent. Zurückgegangen ist der Anteil des Autos: 56 Prozent aller Wege werden motorisiert zurückgelegt, 2017 waren es noch 59 Prozent.

Mehr Haushalte haben Autos

In Bayern verfügen 85 Prozent der Haushalte über mindestens einen Pkw – das sind vier Prozentpunkte mehr als noch im Jahr 2017. 33 Prozent der Haushalte besitzen sogar mindestens zwei Autos. Allerdings: Die tägliche Autonutzung ging von 52 Prozent im Jahr 2017 auf 48 Prozent im Jahr 2023 zurück.

Bernreiter: "Wir spielen keine Verkehrsträger gegeneinander aus"

Das Credo von Bayerns Verkehrsminister Bernreiter: "Wir spielen keine Verkehrsträger gegeneinander aus." Nur mit einem guten Mix sei ein gutes Angebot möglich. Dem BR sagte er: "Wir investieren weiter in die Straßen. Wir kämpfen aber natürlich beim Bund, dass wir genügend Investitionen in die Schieneninfrastruktur bekommen." Für die Bahn müsse der Bund jedoch mehr Geld zur Verfügung stellen. Laut Bernreiter fehlen den Ländern bis 2031 insgesamt 14 Milliarden Euro, sogenannte Regionalisierungsmittel, zur Finanzierung des Schienenpersonennahverkehrs.

Beruf, Einkaufen, Freizeit – Warum sind die Menschen unterwegs?

Laut Studie sind 30 Prozent der Wege beruflich veranlasst, das ist ein Plus von drei Prozentpunkten. Etwas rückläufig hingegen sind die Einkaufswege, die von 15 auf 14 Prozent leicht zurückgegangen sind. Bei den Freizeitwegen ist der Anteil dagegen von 28 auf 30 Prozent gestiegen. Betrachtet man jeweils die zurückgelegten Kilometer, so ist das Bild ein anderes: Hier ist etwa der Anteil der berufsbedingt zurückgelegten Personenkilometer von 38 auf 36 Prozent zurückgegangen. Die Studienmacher sehen Homeoffice-Effekte als Grund dafür.

Fast 40.000 Haushalte in Bayern befragt

Für die bundesweite Studie "Mobilität in Deutschland" im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums wurden 2023/24 bundesweit mehr als 218.000 Haushalte zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten befragt. In Bayern erhob die Studie zwischen April 2023 und Juli 2024 Daten aus fast 40.000 Haushalten – das waren insgesamt gut 78.000 Menschen aller Altersgruppen.

BR24live zum Nachschauen: Weniger Auto, mehr zu Fuß – so bewegt sich Bayern

(Symbolbild) Welche Verkehrsmittel nutzen Bürgerinnen und Bürger am häufigsten, welche Trends gibt es? Darum ging es in einer bundesweiten Mobilitäts-Studie.
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