(Symbolbild) Personen mit Booten und SUPs auf dem Eibsee.
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(Symbolbild) Volle Parkplätze am Eibsee, Staus Richtung Walchensee und überfüllte Wanderwege prägen in Oberbayern an Wochenenden die Landschaft.
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(Symbolbild) Volle Parkplätze am Eibsee, Staus Richtung Walchensee und überfüllte Wanderwege prägen in Oberbayern an Wochenenden die Landschaft.

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Wie Oberbayern den Tourismus besser lenken will

Wie Oberbayern den Tourismus besser lenken will

Volle Parkplätze am Eibsee, Staus Richtung Walchensee und überfüllte Wanderwege prägen in Oberbayern an den Wochenenden die Landschaft. Der Tourismusverband will Besucher deshalb gezielter über die Region verteilen. Wie das funktionieren soll.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Königsschlösser, Seen und Berge: Der Süden Bayerns ist vor allem an Wochenenden regelmäßig überlaufen. An manchen Orten führt das zu regelrechten Tumulten: Die Wanderparkplätze sind schon frühmorgens voll und in den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt es zu Gedränge. Deshalb hat der Tourismusverband eine neue Strategie ausgearbeitet.

Ausflugsticker soll Auslastung von Ausflugszielen zeigen

Zentraler Baustein der Besucherlenkung des Tourismusverbands ist der Ausflugsticker Bayern (externer Link). Das Online-Angebot zeigt schon vor der Anreise, wie stark Parkplätze, Sehenswürdigkeiten oder Ausflugsziele ausgelastet sind. Außerdem informiert es über Sperrungen, die Verkehrslage und schlägt weniger besuchte Alternativen vor. Künftig sollen dafür verstärkt Echtzeitdaten und Prognosen genutzt werden.

Verband bewirbt unbekanntere Regionen

Ergänzend bewirbt der Tourismusverband mit den sogenannten "GeHEIMATorten" gezielt weniger bekannte Ausflugsziele. Dazu gehören etwa der Bergwald-Erlebnispfad bei Wolfratshausen im Tölzer Land, die Schloss- und Kirchenroute in der Region Starnberger See oder eine Wanderung entlang der Mangfall zwischen Kreuzstraße und Darching im Landkreis Miesbach.

Alle Ziele seien gut mit Bus und Bahn erreichbar und sollen Besucher bewusst abseits der großen Hotspots führen, so der Verband. Auch die Wasser-Radlwege und mehr als 120 Tourist-Informationen können dabei helfen, Gäste besser über die Region zu verteilen. So sollen Natur und Infrastruktur entlastet werden und gleichzeitig mehr Orte vom Tourismus profitieren.

Eibsee besonders von Overtourism betroffen

Vergangenen Sommer spielten sich vor allem am Eibsee tumultartige Szenen ab. Menschen drängelten sich an der Tür des ÖPNV-Busses nach Garmisch-Partenkirchen zum Bahnhof. Die riesige Zahl der Eibsee-Besucher könnten die Busse gar nicht bewältigen, sagte Grainaus Bürgermeister Stephan Märkl (CSU). Zudem stauten sich die Autos vor den Schranken an den Parkplätzen zu Hunderten.

Eine Zufahrtssperre bei Überfüllung wurde in der Region bereits versucht. Jedoch sei das Vorhaben gescheitert und habe zu viel Ärger und Frust geführt.

Besucherlenkung im Allgäu

Auch im Allgäu sind Orte wie das Stillachtal in den letzten Jahren zu touristischen Hotspots geworden. Das führt auch dazu, dass es auf den Zufahrtstraßen immer wieder zu langen Staus kommt. Wie man solche Besucherströme entzerren kann, wird derzeit erforscht. Die Lenkung von Verkehr ist dabei ein zentrales Thema im Allgäu.

Um das Verkehrsproblem in den Griff zu bekommen, gebe es verschiedene Eskalationsstufen: Der erste Schritt könnten Schilder sein, die darüber informieren, dass Parkplätze schon voll sind. Als Nächstes könne man "an der Preisspirale drehen", also Maut- und Parkgebühren erhöhen. Dabei sei wichtig, dass niemand durch zu hohe Gebühren ausgeschlossen werde.

Und wenn diese Maßnahmen noch nicht reichen, dann gäbe es noch die Möglichkeiten von Kontingenten, wie es sie zum Beispiel schon am Pragser Wildsee in Südtirol im Sommer gibt. Dort ist in der Hochsaison tagsüber die Zufahrt mit dem Auto nur gegen den Vorweis einer Online-Reservierung möglich.

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