Foto des ukrainischen Verteidigungsministeriums, das einen russischen Soldaten mit einer ukrainischen Drohnen zeigt.
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Der US-Geheimdienst CIA widerspricht dem Vorwurf Moskaus, die Ukraine habe eine Residenz von Präsident Putin angegriffen.
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Der US-Geheimdienst CIA widerspricht dem Vorwurf Moskaus, die Ukraine habe eine Residenz von Präsident Putin angegriffen.

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Berichte: Laut CIA kein Angriff Kiews auf Putins Residenz

Berichte: Laut CIA kein Angriff Kiews auf Putins Residenz

Der US-Geheimdienst CIA widerspricht dem Vorwurf Moskaus, die Ukraine habe eine Residenz von Präsident Putin angegriffen. Nach CIA-Erkenntnissen hat der ukrainische Drohnenangriff einem militärischen Ziel gegolten, das in derselben Region liegt.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Russlands Präsident Wladimir Putin hat der Ukraine vorgeworfen, mit einer Drohne eine seiner Residenzen angegriffen zu haben, und von einem Terroranschlag gesprochen – doch der US-Geheimdienst CIA hat Medienberichten zufolge andere Erkenntnisse.

Demnach hatte der Angriff der Ukraine weder den russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Visier genommen, noch eine seiner Residenzen angegriffen. Das berichteten das "Wall Street Journal" sowie die Sender PBS und CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter der US-Regierung.

CIA widerspricht Vorwürfen Russlands

Damit widerspricht der US-Auslandsgeheimdienst schweren Vorwürfen aus Moskau. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte am Montag von einem versuchten "Terroranschlag" gesprochen. Er sprach von 91 ukrainischen Drohnen mit größerer Reichweite, die Russlands Flugabwehr abgeschossen habe. Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow, sagte später, der Kremlchef habe Trump telefonisch über einen versuchten ukrainischen Drohnenangriff gegen seine Präsidentenresidenz im Gebiet Nowgorod informiert.

Der Kreml hoffe auf Verständnis der USA, dass Russland nun seine Position bei den Verhandlungen überdenke. Zunächst hatte auch Präsident Donald Trump nach einem Gespräch mit Putin die Ukraine wegen des angeblichen Angriffs kritisiert.

US-Präsident Trump postet russlandkritischen Artikel

Am Tag, an dem Trump laut Informationen der Sender PBS und CNN von CIA-Chef John Ratcliffe über die Erkenntnisse unterrichtet worden war, teilte der US-Präsident dann allerdings überraschend einen sehr russlandkritischen Artikel auf seiner Plattform Truth Social. Unter anderem heißt es dort, jeder Angriff auf Putin sei "mehr als gerechtfertigt". "Wir brauchen seine Krokodilstränen nicht, stattdessen sollte der Druck erhöht werden".

Kiew hatte vehement bestritten, eine Residenz Putins angegriffen zu haben. Die ukrainische Führung vermutet hinter den russischen Vorwürfen einen Vorwand, um den Krieg trotz laufender Verhandlungen um eine Friedenslösung weiter fortzusetzen und erneut auch Regierungsgebäude in Kiew anzugreifen. 

Russland zeigt Überreste einer ukrainischen Drohne

Russland präsentierte an Silvester erstmals mögliche Beweise für den Angriff, darunter Reste einer mutmaßlich ukrainischen Drohne. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst sprach von gefälschten Karten und Attrappen. Viele Experten bezweifeln ebenfalls, dass der von Russland geschilderte Angriff so stattgefunden hat. 

Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf US-Beamte, der umstrittene ukrainische Drohnenangriff habe einem militärischen Ziel in derselben Region wie Putins Residenz gegolten – allerdings nicht in der Nähe des Anwesens. Dies werde auch von einer Analyse der CIA belegt, hieß es.

Unterdessen begrüßten Russlands Präsident Putin und der ukrainische Präsident Selenskyj das neue Jahr mit sehr unterschiedlichen Erwartungen an die Zukunft. Die Kämpfe an der Front sowie gegenseitige Drohnenangriffe gingen auch in der Neujahrsnacht weiter. 

Mit Informationen von dpa.

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